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Teuer erkauft: Deutschland steigt aus Kohle aus

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Teuer erkauft: Deutschland steigt aus Kohle aus
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Deutschland steigt aus der Braunkohle aus.

Nach mehr als sechsstündigen Verhandlungen hat die deutsche Regierung sich zusammen mit den Chefs der Bundesländer, die Braunkohlereviere haben, darauf geeinigt, bis 2038 keinen Strom mehr aus Kohle zu gewinnen. Für Beschäftigte in Braunkohlekraftwerken und im Tagebau sagte Berlin ein Anpassungsgeld zu, das bis 2043 gezahlt wird.

Die Ministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, erklärte in Berlin: "Es hat lange gedauert, aus meiner Sicht zu lange. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir sind das erste Land, das verbindlich aus Atom und Kohle aussteigt. Und es ist auch ein wichtiges internationales Signal, das wir damit senden."

Im Detail wurde der Stilllegungspfad zunächst nicht bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur gilt es als sicher, dass der Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen nicht für den angrenzenden Tagebau gerodet wird. Der Wald war zu einem Symbol für den Kampf von Klimaschützern gegen den Kohlestrom geworden.

Noch im Januar soll der Gesetzentwurf für den Kohleausstieg demnach auf den Weg gebracht werden und bis Mitte des Jahres verabschiedet sein.

2018 hatten Braun- und Steinkohle zusammen noch gut 35 Prozent zur deutschen Bruttostromerzeugung beigetragen. Deutschland verfügt über große heimische Braunkohlevorkommen.