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Italien: Luigi Di Maio tritt als Chef der Fünfsternebewegung zurück

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Luigi die Maio (l.) mit Interimsparteichef Vito Crimi (r.)
Luigi die Maio (l.) mit Interimsparteichef Vito Crimi (r.)   -   Copyright  Andrew Medichini/AP
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Spekulationen waren richtig

Spekulationen, dass Italiens Außenminister Luigi di Maio sein Amt als Chef der Fünfsternebewegung abgeben könnte, gab es in Rom schon lange.

Am Dienstagabend war es tatsächlich so weit. Im Hadrianeum gab di Maio, der die Bewegung seit 2017 leitete, vor Parteimitglieder seine Entscheidung bekannt.

"Ich bin hier, um als Chef der Fünfsternebewegung zurückzutreten. Damit will ich den Weg zum Parteitag im März erleichtern.

Ich persönlich werde den Italienern und der Fünfsternebewegung weiter dienen und mein Bestes geben.

Meine Funktion als Parteichef wird gemäß den Regeln an das ranghohe Mitglied des Garantieausschusses, Vito Crimi, übergehen."

Andrew Medichini/AP
Di Maio während seiner RedeAndrew Medichini/AP

Schlag für taumelnde Regierungskoalition

Außenminister wird di Maio wohl bleiben. Allerdings ist der Schritt ein Schlag für das Regierungsbündnis mit den Sozialdemokraten. Die Koalitionspartner sind in vielen Fragen zerstritten, die Umfragewerte sind schlecht.

Bei der letzten Parlamentswahl wurden die Fünfsterne mit 32 Prozent noch stärkste Kraft. Derzeit liegen sie in Umfragen bei 15 Prozent. Am Sonntag sind in zwei Regionen Wahlen.

Und lachender Dritter könnte angesichts der Krise bei Fünfsternen und Sozialdemokraten am Ende der Rechtspopulist Matteo Salvini sein. Sollte dessen Lega die Wahlen für sich entscheiden, würde das die Arbeit der Regierung in Rom deutlich erschweren.

Wegen des Rücktritts: Conte sagt Auftritt in Davos ab

Nach dem Rücktritt von Di Maio hat der parteilose Regierungschef Giuseppe Conte seinen Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt. Das bestätigte ein Regierungssprecher in Rom.

Conte sollte eigentlich am Donnerstag eine Rede in Davos halten, jedoch war am Abend in Rom auch eine Kabinettssitzung angesetzt.