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"Klimagerechtigkeit - jetzt" - 2000 junge Menschen ziehen durch Brüssel

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"Klimagerechtigkeit - jetzt" - 2000 junge Menschen ziehen durch Brüssel
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"Klimagerechtigkeit - und zwar jetzt" - Unter diesem Motto sind in Brüssel rund zweitausend überwiegend junge Menschen auf die Straße gegangen, um konkrete Handlungen zum Stopp der Erderwärmung einzufordern.

Die Beteiligung an dem von der Organisation Youth for Climate organisierten Marsch fiel geringer aus als bei Vorgängerdemonstrationen, auch weil Belgien mittlerweile härter gegen Schulschwänzer vorgeht.

Trotzdem wollen viele der Demonstranten den Druck auf die Gesetzgeber aufrecht erhalten. Anuna De Wever von "Youth for Climate" erläuterte: _"Zuerst lachen sie über uns, dann ignorieren sie uns, dann gewinnen wir. Die Sache ist, dass wir weitermachen müssen, und wir wissen, dass sie uns ignorieren, und sie sind wütend und sagen, dass wir nichts tun, aber dem ist nicht so.
_

Wir bewegen so viel, wir haben schon so viele Dinge getan. Es gibt einen grünen New Deal, weil Millionen von Menschen über ein Jahr lang auf die Straße gegangen sind und nun mehr Dinge geschehen müssen. Sie müssen konkret sein, es müssen finanzielle Mittel sein, aber letztendlich wissen wir, dass wir auf alle Politiker großen Druck ausüben".

Schutz der Weltmeere

"Youth for Climate" befürwortet grundsätzlich den europäischen Green Deal, hält die Zeitspanne bis zur angestrebten CO2-Neutralität im Jahr 2050 aber für viel zu lang.

Thematisiert wurde auch der Schutz und Erhalt der Weltmeere. Die Aktivisten fordern durchgreifende Taten zur Eindämmung der Plastikverschmutzung und des Überfischens.

Vanya Vulperhorst war für die spanische Meeresschutzorganisation Oceana Europe in Brüssel unterwegs: "Die EU hat sich verpflichtet, die Überfischung bis 2020 zu beenden, so dass sie dieses Ziel leider nicht erreicht. Nur 62 Bestände werden jetzt nachhaltig bewirtschaftet, so dass noch viel mehr getan werden muss. Es gibt im Mittelmeer eine Überfischung von 80 Prozent, also muss dies so schnell wie möglich geschehen, denn es sollte eigentlich bis 2020 passieren".

Mehr EU-Engagement gegen Überfischung

Die Aktivisten argumentieren, die Europäische Union könne als einer der weltweiten Hauptabnehmer von Speisefisch eine Führungsrolle im Kampf gegen Überfischung einnehmen. Die Veranstalter kündigten neue Demonstrationen an, sollten ihre Forderungen nicht in Taten umgesetzt werden.

Ähnliche Protestmärsche gab es in vielen anderen europäischen Städten, ebenso in Uganda, Kenia...

Auch in deutschen Städten wurde an diesem Freitag wieder für Klimaschutz demonstriert. Einen Tag nach der Messung eines Rekordwertes in der Antarktis.