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Junge ukrainische Kunst

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Junge ukrainische Kunst
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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wird der sechste PinchukArtCentre-Preis für Kunst verliehen. Werke der 20 Künstler, die es in die engere Auswahl geschafft haben, sind derzeit in einer Ausstellung zu sehen.

Ein Spaziergang quer durch die Welt der ukrainischen Kunst - von Solokünstlern bis zu Kollektiven und Ukrainern im Ausland, aber sicherlich kein leichter Spaziergang, wie Co-Kuratorin Alexandra Tryanowa erläutert: "Der Ukrainekonflikt beeinflusst stark die Sicht- und Herangehensweisen sowie die Diskurse dieser neuen Generation der Künstler, die in der Auswahl vertreten ist und die die ukrainische Kunstlandschaft in den ko mmenden fünf Jahren prägen wird."

Daniil Revkowskiy und Andriy Rachinskiy, zwei Künstler aus der Ostukraine sprechen über Gangs und Straßenkriege unter Teenagern. Künstlerisch haben sie das als nachgebautes Hauptquartier einer Gang umgesetzt.

"Durch den Konflikt in der Ostukraine ist unsere Kunst düsterer geworden. Wir haben unsere Ausbildung Anfang 2015 gemacht. In unseren Ausstellungen ging es um den Krieg im Donbass und um die politische, wirtschaftliche und ökologische Lage im Osten der Ukraine."

Mit ganz unterschiedlichen Materialien arbeitet der Künstler Dmitro Starusiew aus Donetsk. Ausgestellt sind Zeichnungen, Videos und Skulpturen. Seine minimalistische Installation aus beleuchtetem Glas und fotografischen Platten nennt er "Als wir in die Höhlen zurückkehrten".

"Wir sind immer noch auf der Suche nach uns selbst", sagt Starusiew, "jeder Nominierte, mich eingeschlossen, versucht, eine neue künstlerische Sprache zu etablieren. Wir arbeiten mit dem lokalen Kontext, wir wollen den Krieg und die politische Situation begreifbar machen, aber uns fehlen immer noch die Worte."

Die 20 Künstler denken nach über soziale und politische Probleme und über die Geschichte ihres Landes.

Die Gewinner des Preises werden im März gekürt. Noch bis Mai ist die Ausstellung im PinchukArtCentre in Kiew zu sehen.

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