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Proteste auf Lesbos: "Will wollen keine neuen Lager"

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Proteste auf Lesbos: "Will wollen keine neuen Lager"
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In der Region Karava im Nordosten von Lesbos wird bald ein neues Flüchtlingslager entstehen. Eines von mehreren abgeriegelten Aufnahme- und Abschiebezentren, die bis Sommer auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos gebaut werden sollen.

"Es gibt so viele Probleme"

Viele Einheimische sehen die Pläne der griechischen Regierung kritisch. Denn um den Bau zu beschleunigen, sollen auch Ländereien gegen Entschädigung enteignet werden. Eine Frau sagt: "Wir demonstrieren gegen den Bau, denn wir wollen keine neuen Flüchtlingscamps auf der Insel. Und das Lager Moria sollte geschlossen werden. Es gibt so viele Probleme."

"Wir sind gegen dieses neue Camp", sagt auch ein Mann. "Schon als noch weniger Flüchtlinge hier waren, kam es zu Katastrophen wie Bränden und so weiter. Stellen Sie sich vor, was passiert, wenn noch mehr Menschen kommen."

Ein Mann findet: "Die Politiker sollten die Inseln hier zu neuem Leben erwecken. Sie sollten uns nicht vergessen. Sie erwürgen uns mit ihren Maßnahmen. So zwingen sie bald auch die letzten Menschen, die noch hier leben, die Insel zu verlassen."

Baubeginn im März

Athen verspricht, durch die neuen Zentren werde die Lage auf den Inseln besser. Migranten dürfen nicht frei ein- und ausgehen, sondern sollen vor allem nachts in den Camps eingeschlossen sein. Der Bau der neuen Einrichtungen soll im März beginnen.

Die Regierung will zudem Asylverfahren und Abschiebungen beschleunigen und offene, überfüllte Lager wie Moria auf Lesbos schließen. Die Opposition und viele Inselbewohner befürchten, dass die abgeriegelten Camps die Situation nicht entschärfen, sondern nur verfestigen werden.