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Armee in Indien: Gericht verbietet Benachteiligung von Frauen

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Armee in Indien: Gericht verbietet Benachteiligung von Frauen
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In Indien hat das Oberste Gericht der Regierung verboten, Frauen weiterhin vom dauerhaften Dienst beim Militär auszuschließen. Bisher konnten sie in den meisten Fällen maximal 14 Jahre dienen, diese Begrenzung muss nun aufgehoben werden. Damit ist der Weg in befehlshabende Positionen für Soldatinnen offen.

"Das ist sehr, sehr bedeutend, denn die weiblichen Offiziere sind was ihre menschlichen Qualitäten, ihre Intelligenz und ihre körperliche Stärke angut, die Besten der Besten", so die Anwältin Meenakshi Lekhi.

Gleicher Zugang zu Rang und Gehalt: "Historische Entscheidung"

Viele aktive und ehemalige Soldatinnen hatten sich für die Öffnung eingesetzt. "Das ist vor eine historische Entscheidung, nicht nur für die, die bereits beim Militär dienen, sondern auch für diejenigen, die Teil der Truppe werden wollen", so Oberstleutnant Anjali Bisht.

Frauen sind damit was Dienstgrade, Gehalt und Rentenansprüche angeht, gleichgestellt. Die Regierung hatte vor dem Gericht unter anderem argumentiert, Frauen würden sich nicht als Befehlshaberinnen eignen, da viele Männer in der Armee noch nicht dazu bereit sein, Frauen in diesen Positionen zu akzeptieren. Der Richter nannte diese Darlegung "verstörend" und "unakzeptabel". Die Argumente würden auf Geschlechterdiskriminierung basieren.

Zu Kampfeinheiten haben Frauen weiter keinen Zugang.