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USA evakuieren 300 Bürger aus Japan - auch mit Covid-19 Infizierte

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USA evakuieren 300 Bürger aus Japan - auch mit Covid-19 Infizierte
Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved   -   Jae C. Hong
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Über 300 US-amerikanische Passagiere haben das unter Quarantäne gestellte Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama verlassen und sind mit Chartermaschinen in ihre Heimat geflogen worden.

Unter ihnen sind 14 positiv auf das neue Coronavirus getestete US-Bürger. Sie wurden in Kliniken gebracht. Den Nicht-Infizierten stehen zwei Wochen Quarantäne bevor.

An Bord wurden an diesem Montag 99 Neuinfektionen festgestellt. Damit stieg die Zahl der nachweislich mit Covid-19 infizierten Personen auf dem Schiff auf mindestens 454. Nach offiziellen Angaben zeigen rund 20 von ihnen schwere Symptome.

Krisenstab in Berlin

Mit der Lage der acht deutschen Passagiere an Bord befasste sich der Krisenstab der Bundesregierung in Berlin. Zwei weitere deutsche Passagiere wurden in Yokohama positiv getestet. Sie befinden sich in einer Klinik, zeigen aber offenbar keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung.

Christofer Burger, Sprecher des Auswärtigen Amtes, sagte in Berlin: "Bei dieser Krisenstabssitzung geht es nicht zuletzt auch darum, dass alle Betroffenen, die das wünschen, möglichst bald nach Deutschland zurückkehren können, und um die Frage, ob dazu Unterstützung von der Bundesregierung notwendig sein wird."

Häusliche Quarantäne in Planung

Den Rücktransport will die Bundesregierung mit anderen europäischen Staaten abstimmen. Für die Rückreisenden planen deutsche Behörden eine Art häusliche Quarantäne von 14 Tagen.

An Bord der "Westerdam" in Kambodscha waren nach Angaben der Reederei Holland America Line ursprünglich 57 Passagiere aus Deutschland. Viele von ihnen sollen in Eigenregie abgereist sein. An Bord gibt es keine Verdachtsfälle oder Infektionen.

Eine ehemalige Westerdam-Passagierin aus den USA war erst nach ihrer Weiterreise in Malaysia positiv gestestet worden.

Weiter steigende Opferzahlen in China

In China hat die Covid-19-Epidemie nicht an Wucht verloren. Dort sind bereits über 70.000 Infektionen erfasst. Mehr als 1.800 Infizierte kamen ums Leben.

Als kurzfristige Konsequenz der Epidemie plant die Regierung in Peking, erstmals in der jüngeren Geschichte Chinas den jährlichen Volkskongress ab 5. März abzusagen. Die rund 6.000 Teilnehmer reisen aus allen chinesischen Provinzen an, also auch aus der besonders stark von der Epidemie betroffenen Provinz Hubei.