Eilmeldung
This content is not available in your region

Auto rast in Menge bei Fastnachtsumzug: 30 Verletzte - 10 davon Kinder

euronews_icons_loading
Auto rast in Menge bei Fastnachtsumzug: 30 Verletzte - 10 davon Kinder
Copyright  EBU
Schriftgrösse Aa Aa

Bei einem Rosenmontagsumzug in Volkmarsen (Hessen) ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast, dabei wurden laut Polizeiangaben 30 Menschen verletzt, sieben von ihnen schwer. Rund ein Drittel der Opfer seien Kinder, das sagte Hessens Innenminister Peter Beuth. "Es ist einfach nur eine furchtbare, eine schreckliche Tag.", erklärte er weiter.

Die Ermittler meinen, der 29 Jahre alte Deutsche sei absichtlich in die Menschen gefahren. Gegen den aus Volkmarsen stammenden Mann wird „wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts“ ermittelt. Nach Aussagen von Zeugen soll der Wagen beschleunigt haben, bevor er in die Menge raste.

In einer Apotheke in der Nähe des Unglücksortes wurde ein Krisenzentrum eingerichtet. Weniger schwer Verletzte wurden vor Ort versorgt. In einer Mitteilung der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, die die Ermittlungen übernommen hat, heißt es: „Der Beschuldigte konnte noch vor Ort von der Polizei vorläufig festgenommen werden und befindet sich derzeit aufgrund der Verletzungen, die er im Zusammenhang mit dem Schadensereignis selbst erlitten hat, in ärztlicher Behandlung.“

Hessens Ministerpr¨äsident zeigte sich wenige Tage nach dem Anschlag von Hanau schockiert. In einer Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei wurde das Geschehen als „kriminelle Tat" eingestuft, die Hintergründe seien noch unklar. „Ich bin schockiert über diese schlimme Tat, durch die viele unschuldige Menschen zum Teil schwer verletzt worden sind. Ich bin mit meinen Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen und Freunden und wünsche allen eine schnelle und vollständige Genesung“, so Ministerpräsident Volker Bouffier.

Alle Fastnachtsumzüge in Hessen wurden vorsichtshalber abgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Es gebe zwar keine Informationen über eine Gefährdung andernorts, dennoch wurde die Bevölkerung aufgerufen, größere Menschenansammlungen zu meiden.

Die Polizei bat Augenzeugen, eventuelle Aufnahmen des Vorfalls an die Ermittler weiterzuleiten.