Eilmeldung
This content is not available in your region

WHO warnt: "Zu viele Länder sind nicht angemessen auf das Coronavirus vorbereitet"

euronews_icons_loading
WHO warnt: "Zu viele Länder sind nicht angemessen auf das Coronavirus vorbereitet"
Copyright  Kamran Jebreili/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Weil sich die Coronavirus-Epidemie immer weiter ausbreitet, ist die Weltgesundheitsorganisation zunehmend beunruhigt. Sie kritisiert ein mangelndes Engagement im Kampf gegen das Covid-19-Virus. Einige Länder würden nicht genug Maßnahmen ergreifen, um die Ansteckungen zu stoppen, so die WHO. Außerdem gebe es zu viele Länder, die nicht angemessen auf eine Bekämpfung vorbereitet seien.

WHO: "Das hier ist keine Übung!"

Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Wir sind besorgt, dass manche Länder dies entweder nicht ernst genug nehmen oder entschieden haben, dass sie ohnehin nichts tun können. Wir sind besorgt, dass der Umfang des politischen Engagements und die dafür nötigen Maßnahmen dem Umfang der Bedrohung, der wir alle gegenüberstehen, nicht entsprechen. Das hier ist keine Übung!"

Die Epidemie könne zurückgedrängt, sagte der WHO-Chef, aber das erfordere einem kollektiv koordinierten und umfassenden Ansatz. Die Staaten sollten sich auf eine fortgesetzte Verbreitung einstellen.

In einigen europäischen Ländern wie in Spanien lassen immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. So bei Ernst & Young in Madrid. Nach einem Ansteckungsfall forderte das Beratungsunternehmen seine 3.100 Mitarbeiter auf, vorerst nicht mehr ins Büro zu kommen.

Problem in den USA: die große Zahl nicht Krankenversicherter

Analysten halten die große Anzahl nicht Krankenversicherter in den USA für ein großes Problem im Kampf gegen das Virus.

In Kalifornien darf ein Kreuzfahrtschiff mit 3.500 Menschen an Bord nicht anlegen, bis Passagiere und Besatzung auf das Virus getestet sind. Auf der vorherigen Fahrt des Schiffes waren drei Infizierte an Bord, einer von ihnen starb.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steuert weltweit auf die 100.000 zu, mehr als 80 Prozent davon in China. Die Infektionszahlen entwickeln sich laut WHO unterschiedlich. In China waren die Neuansteckungen zuletzt rückläufig. Doch die WHO warnt, dass es außerhalb Chinas mittlerweile 17 Mal so viele Neuinfektionen wie im Ursprungsland des Erregers gibt. Nach China sind Südkorea und Italien die am stärksten betroffenen Länder.