Wegen Maßnahmen gegen Covid-19: Häftlingsaufstand in Italien

Wegen Maßnahmen gegen Covid-19: Häftlingsaufstand in Italien
Copyright AP
Copyright AP
Von euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

In Modena kamen sechs Insassen ums Leben. In mehreren Gefängnissen kam es zu Revolten.

WERBUNG

Die italienischen Behörden haben im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung stark eingeschränkt. 14 Provinzen wurden abgeriegelt, diese Anordnung gilt vorerst bis zum 3. April. Einen entsprechenden Erlass hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte durch seine Unterschrift in Kraft gesetzt.

Zu den Quarantänegebieten zählen unter anderem die Lombardei mit Mailand, der zweitgrößten Stadt Italiens. Im ganzen Land wurden zudem öffentliche Gebäude geschlossen, die Regierung empfiehlt älteren Menschen, vorerst zu Hause zu bleiben. In Italien sind bisher 366 Personen an Covid-19 gestorben.

„In diesem Gebiet werden wir strengere Maßnahmen durchsetzen. Auf dem übrigen italienischen Staatsgebiet gelten andere Regeln. In der Lombardei und den anderen genannten Provinzen im Norden ist Menschen die Ein- und Ausreise auch innerhalb dieser Gebiete verboten“, so Conte.

Nur in Ausnahmefällen oder aus beruflichen Gründen darf in gesperrte Gebiete eingereist oder diese verlassen werden. Kontrollposten wurden unter anderem an Autobahnen sowie an Bahnhöfen eingerichtet. Reisende müssen sich Fieberschnellmessungen unterziehen. Bei Verstößen gegen die Anordnung drohen bis zu drei Monate Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 206 Euro.

In mehreren italienischen Gefängnissen kam es zu Aufständen und Ausbruchsversuchen. In Modena kamen sechs Insassen ums Leben. Auslöser waren verschärfte Haftbedingungen aufgrund des Coronavirus.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Ganzes Land zur Sperrzone erklärt: Hamsterkäufe in Italien

Conte erklärt ganz Italien zur "Schutzzone" - Was das bedeutet

Italien: Senatsabstimmung heizt Abtreibungsdebatte an