Eilmeldung
This content is not available in your region

Polizei warnt: Die dreisten Corona-Maschen

German police near Austrian border, (Photo by Christof STACHE / AFP)
German police near Austrian border, (Photo by Christof STACHE / AFP)   -   Copyright  CHRISTOF STACHE/AFP or licensors
Schriftgrösse Aa Aa

Es sind schlechte Zeiten für Einbrecher, könnte man meinen. Viele Menschen bleiben wie empfohlen zu Hause, um sich nicht anzustecken.

Doch das Coronavirus ruft vermehrt Trickbetrüger auf den Plan.

Falsche Corona-Tests

“Es standen zwei Menschen in Arztbekleidung vor der Tür der Rentnerin. Sie wollten Geld für einen Corona-Test,” warnt der Kölner Polizeisprecher Philipp Hüwe. Die falschen Ärzte sind geflüchtet, als eine weitere Person zur Wohnungstür kam. Tatsächlich müssen medizinische Tests vorher angemeldet werden.

In Oberhausen gaben sich andere Betrüger als Mitarbeiter vom Gesundheitsamt aus. Mit im Gepäck ein Flyer mit dem Titel “Ratgeber für Notfallsorge”. Sie versuchten, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Es wird daher dringend davor gewarnt, Fremde ins Haus hinein zulassen.

Enkeltrick

Dreist ist auch der etwas veränderte “Enkeltrick”. Die Opfer: vor allem alte Menschen. Der Kreispolizeibehörde Soest zufolge geben sich die Betrüger am Telefon als Angehörige aus. Sie seien mit dem Coronavirus infiziert, lägen im Krankenhaus und bräuchten dringend mehrere Zehntausend Euro für eine Behandlung. Sie würden einen Boten vorbeischicken, der das Geld abholt.

Unseriöse Kaufangebote

Vermehrt werden auch Desinfektionsmittel oder Schutzmasken im Internet oder am Telefon angeboten. “Eine gute Masche in Zeiten von Corona, die Ängste der Leute zu nutzen, und so Beute zu machen, wenn man schon nicht einbrechen kann,” erklärt die Essener Polizeisprecherin Judith Herold. Auch wenn der besorgte Empfänger zahlt, gibt es meistens keine Lieferung.

Eine gute Masche in Zeiten von Corona, die Ängste der Leute zu nutzen.
Judith Herold
Essener Polizeisprecherin

Sie rät, am Telefon keine Bankdaten sowie Pin-Nummern preiszugeben und den Namen der Firma zu hinterfragen. Sobald Geld verlangt wird, sollte man auflegen und den Fall der Polizei melden.

“Am besten online oder am Telefon, um die Ansteckungsgefahr gering zu halten,“ ergänzt der Kemptener Polizeisprecher Dominic Geißler.