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Coronafall: Kein Parketthandel an der Wall Street

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Coronafall: Kein Parketthandel an der Wall Street
Copyright  JOHANNES EISELE/AFP
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Nachdem zwei Personen beim Betreten der New York Stock Exchange positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, wird die Wall Street den traditionellen Parketthandel vorübergehend einstellen. Ab dem 25. März werden alle Transaktionen im elektronischen Handelssystem abgewickelt werden.

Während des Zweiten Weltkriegs und nach den Anschlägen vom 11. September war die New Yorker Börse bereits mehrfach geschlossen. Noch nie aber wurde nur der Parketthandel eingestellt und das elektronische Handelssystem aufrechterhalten.

Am Mittwoch schickte das Coronoavirus die Wall Street auf Talfahrt. Wegen der rasanten Kursverluste wurde der Handel kurzzeitig ausgesetzt. Auch danach ging es weiter abwärts: Der Dow Jones schloss unter der psychologisch wichtigen Marke von 20.000 Punkten - mit einem Minus von 6,3 Prozent.

Auch in Frankfurt machen sich die Anleger zunehmend Sorgen - zumal mit Porsche nun auch der letzte deutsche Autobauer seine Produktion stoppt.

"Die Krise trifft viele Sektoren. Fluggesellschaften und andere Verkehrsbranchen stehen unter enormen Druck. Für die Banken ist es aber eine ganz andere Situation als in der Finanzkrise. Sie spüren keine so großen Auswirkungen. Eine Branche, die daran eine Weile in zu knabbern haben wird, ist der Ölsektor. Hinzu kommt, dass sich Saudi-Arabien und Russland gerade einen Preiskrieg liefern. Das belastet die ganze Welt", meint Matthew Cheslock, der an der NYSE für Virtu Americas LLC handelt.

Die Ölpreise haben allein in dieser Woche um 17 Prozent nachgegeben - und lange nicht dagewesene Tiefpunkte erreicht. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 24,88 US-Dollar - der niedrigste Stand seit 2003.

Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI rutschte erstmals seit 2002 unter die Marke von 25 Dollar.