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Trotz Covid-19: Unbekümmert im Park

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Trotz Covid-19: Unbekümmert im Park
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Im bayerischen Mitterteich ist es bereits soweit, Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen auf die Straße. Es ist die erste derartige Verordnung in Bayern. Grund ist der rasante Anstieg der Coronavirus-Fälle.

Mitten in der Krise ist der knapp 7000-Seelenort die große Ausnahme. Noch gibt es keine bundesweite Ausgangssperre wie beispielsweise in Italien, Frankreich oder Spanien.

Und immer noch treffen sich Menschen scheinbar unbekümmert in Cafés und Parks - allen Warnungen zum Trotz. So sah es am Donnerstag in München so aus, einen Tag nach der Ansprache der Bundeskanzlerin, in der sie um Abstand bat aus Rücksicht vor einander.

Stichwort: Social Distancing. Genau das scheint einer Bevölkerungsgruppe besonders schwerzufallen: jungen, gesunden Menschen, die sich zu Coronapartys verabreden und älteren, gefährdeten Menschen zuliebe keine persönlichen Abstriche machen wollen. Die Berliner taz titelte dazu ironisch über den Enkel als Coronasau.

Für viel Kritik sorgten die Bilder aus Berlin von Menschen, die sorglos im Park am Gleisdreieck den Frühling genossen.

"Klar ist das ein bisschen mau, wenn sich so viele Leute treffen", meint der 18-jährige Paul. "Aber es ist voll schönes Wetter, es war ein doofer Winter und jetzt kann man halt mal wieder rausgehen. Ist halt natürlich unter den Umständen nen bisschen zwiespältig."

Ministerpräsidenten in mehreren Bundesländern drohen inzwischen mit Ausgangssperren, falls die Bürger keine stärkeren Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen.