Bundeswehr: Covid-19-Amtshilfe, aber kein Aufmarsch

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Die deutsche Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will Soldaten unter anderem verstärkt als Wachschutz und zur Beschaffung medizinischer Ausrüstung einsetzen.

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In Deutschland sollen die Streitkräfte zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie eingesetzt werden. So könne die Bundeswehr laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer unter anderem bei der Beschaffung von medizinischer Ausrüstung oder als Verstärkung privater Wachdienste behilflich sein. Rund 50 Amtshilfeanträge sind bei der Bundeswehr bisher eingegangen.

„Zum Beispiel eine konkrete Anfrage aus Thüringen. Da geht es auch um den Einsatz unserer Kräfte in einer Aufnahmeunterkunft, die im Moment mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern unter Quarantäne steht und wo die zivilen Kräfte, also die privaten Sicherungsdienste auch im Moment nicht so verfügbar sind“, so Kramp-Karrenbauer.

Mehr als 2000 Reservisten haben sich gemeldet

Die Bilder von Truppenbewegungen, die zuletzt im Internet die Runde machten, seien kein Coronavirus-Einsatz, sondern der Rücktransport nach einer Militärübung, betonte sie.

Kramp-Karrenbauer: „Und auch dort gibt es Gerüchte über allgemeine Ausgangssperren, die die Bundeswehr sozusagen auch entsprechend kontrollieren soll, auf dessen Einhaltung sie achten soll. Das ist alles nicht der Fall, das ist auch nicht das, was wir tun wollen, was wir tun können.“

Laut Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn sei nicht von einem Aufmarsch auszugehen. Er wies daraufhin, dass auch Kasernen gemäß den gesetzlichen Regelungen von Soldaten geschützt werden, die ausschließlich mit Pistole und/oder Gewehr bewaffnet seien.

Die fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Deutschland sind eigener Angabe nach darauf vorbereitet, Covid-19-Patienten in Einzelisolierung zu behandeln. Zwecks Verstärkung der Truppe haben sich laut Bundeswehr bereits mehr als 2000 Reservisten gemeldet.

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