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Wachsende Internetkriminalität im Zuge der Coronakrise

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Wachsende Internetkriminalität im Zuge der Coronakrise
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in einer Videobotschaft vor wachsender Internetkriminalität im Zuge der Coronakrise gewarnt. Europol, die die Zusammenarbeit der Polizei auf europäischer Ebene koordiniert, habe in den vergangenen Wochen an einer weltweiten Operation gegen den Handel mit gefälschten Medikamenten mitgewirkt. So konnten weltweit mehr als 4,4 Millionen Einheiten illegaler Arzneimittel beschlagnahmt werden.

"Nach den Beobachtungen zuständiger Stellen der Europäischen Union hat die Internetkriminalität in der EU zugenommen. Die Zahl gefälschter Medikamente etwa, angeblicher Desinfektionssprays und Wundermittel, die im Internet verkauft werden, ist schwindelerregend", so Ursula von der Leyen. "Die derzeit am häufigsten online angebotenen Medizinprodukte sind gefälschte OP-Masken. Sobald tatsächlich ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt ist, werden Ihre Regierung und vertrauenswürdige Behörden dies sofort öffentlich bekannt geben. Sie werden aus vertrauenswürdigen Quellen davon erfahren".

Weltweite Europol-Operation gegen Fake-Medizin

37 Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität wurden zerschlagen, 121 Personen verhaftet. 2.500 Websites und Online-Marktplätze konnten aufgedeckt werden. 90 Länder nahmen an dieser Operation teil.

In den USA hatte Selbstmedikation mit angeblichen Heilmitteln bereits tödliche Folgen: Laut Banner Health ist in Arizona ein Mann gestorben und eine Frau schwer krank, nachdem sie Chloroquinphosphat in Form eines Aquarium-Reinigers eingenommen haben, um sich selbst gegen das Coronavirus zu behandeln. Die Arzneimittelversion wurde nicht zur Behandlung von Coronaviren zugelassen.