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Di Maio im Euronews-Interview: "Wir können die Krise nicht bewältigen"

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Unsere Italien-Korrespondentin Giorgia Orlandi hat in Rom - und exklusiv für Euronews - den italienischen Außenminister Luigi di Maio zum Zwiegespräch gebeten. Das ganze Interview können Sie in "Global Conversation" sehen.

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Unsere Italien-Korrespondentin Giorgia Orlandi hat den italienischen Außenminister Luigi di Maio in Rom zum Exklusiv-Interview getroffen. Die Coronavirus-Pandemie und die europäische Antwort darauf - das war das alles überragende Thema. Schließlich führt das Land die traurige Liste der Pandemiebedingten Todesopfer an.

An diesem Donnerstagabend lag die Zahl der Covid-19-Todesopfer in Italien bereits bei mehr als 9.100. Lesen Sie nachfolgend Ausschnitte aus dem Interview, das Giorgia Orlandi für die Euronews-Sendung "Global Conversation" geführt hat.

Giorgia Orlandi: "Italien war das erste westliche Land, das mit dem Notstand durch Covid 19 konfrontiert worden ist. Das Krisenmanagement wurde als "italienisches Modell" bezeichnet, aber es ist auch das Land das mit den europaweit meisten Todesopfern den höchsten Preis bezahlt.

Wir werden dies mit dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio besprechen. Vielen Dank, Herr Minister, dass Sie hier bei uns sind. Herr Minister, wir haben ein geteiltes Europa gesehen, wenn es um die Bewältigung der Krise geht. Der Begriff des Scheiterns Europas macht die Runde.

Sind wir ihrer Meinung nach an einem Punkt angelangt, an dem es kein Zurück mehr gibt, was die europäische Einheit betrifft?"

Luigi di Maio: "Sicherlich bedeutet diese globale Krise eine enorme Verantwortung für die Europäische Union. Wir sind in einer entscheidenden Zeit für die EU. Wir können die gesundheitliche und wirtschaftliche Krise, wie wir sie derzeit erleben, und die ganz Europa normalerweise in die Rezession treiben wird, nicht bewältigen.

Deshalb ist es sehr wichtig und da spreche ich im Namen Italiens, dass alle politischen Kräfte, auch diejenigen, die vielleicht versucht waren, die EU zu verlassen, heute um "Eurobonds" bitten."

Giorgia Orlandi: "Sie sprachen über die wirtschaftlichen Reaktionen. Europa reagiert mit der "EZB-Kur" und einem 750-Milliarden-Euro-Plan, andererseits wurde der Stabilitätspakt ausgesetzt. Was bedeuten diese Maßnahmen für Italien und wie wird das Land sie ausnutzen?"

Luigi di Maio: "Ich denke, dass die Aussetzung des Stabilitätspakts ein großes Signal ist, dass Europa, die EU und ihre Mitgliedsstaaten begriffen haben, in welch schwieriger Situation sich Italien befindet, in der wir uns aber alle befinden. Wir wollen auch der Formel folgen, die Mario Draghi kürzlich angedeutet hat: Da sich Italien derzeit im Krieg mit einem unsichtbaren Feind befindet, der das Virus ist, müssen die Länder Schulden machen, um Investitionen zu tätigen, und natürlich muss die Erzeugung dieser Schulden von der Zentralbank unterstützt werden."

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