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Coronavirus-Infektionen: Doch kein Aufatmen in Italien

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APTOPIX Virus Outbreak Italy
APTOPIX Virus Outbreak Italy   -   Copyright  Claudio Furlan/LaPresse
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Die Hoffung auf eine dauerhafte Abschwächung der Coronavirus-Infektionszahlen scheint sich in Italien nicht zu bestätigen.

Nach einem leichten Rückgang über mehrere Tage seien die Fallzahlen wierder gestiegen, erklärte der Zivilschutz.

Demnach gab es bis einschließlich Donnerstag über 80.000 bestätigte Infektionen - das sind 6.100 mehr als am Mittwoch.

Das deutet darauf hin, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen nicht die erhoffte Wirkung haben.

Unter den Infizierten ist vermehrt medizinisches Personal. Dr. Luca Lorini leitet die intensivmedizinische Abteilung der Klinik Papst Johannes XXIII. in Bergamo: "Ich bin mir dieses Risikos bewusst. Es ist klar, dass Angst ein Bestandteil unserer täglichen Arbeit ist, und es auch sein muss. Das sollte uns nicht hemmen, sondern zu noch mehr Vorsicht führen. Man sagte früher, wer Angst hat, sollte nicht in den Krieg ziehen."

Dorf in Region Latium isoliert

Das mittelalterliche Dorf Nerola 40 Kilometer nordöstlich von Rom ist nach einem explosionsartigen Anstieg von Infektionen isoliert worden. Hier wurden neunzig Prozent der Bewohner eines Altenheims und 19 Pflegekräfte positiv getestet.

Landesweit stieg die Zahl der Todesopfer erneut stark an. Mittlerweile trauert Italien um mehr als 8.100 Menschen. Das sind 662 mehr als am Vortag. Der Regionalpräsident der Lombardei, Attilio Fontana sagte, die Zahlen seien nicht gut und würden ihm Sorge bereiten.