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Notfallsolidarität: Wer hilft wem?

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Notfallsolidarität: Wer hilft wem?
Copyright  Marcel Kusch/dpa via AP
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Deutschland hat weitere Covid-19-Patienten aus Frankreich und Italien aufgenommen und setzt damit laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Zum Einsatz kamen beim Krankentransport neben Rettungshubschraubern auch eine fliegende Intensivstation der Bundeswehr.

Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz sagt: „Ich glaube, nach der Krise ist das Gebot der Stunde: Mehr Europa. Und dafür werden wir auch sorgen. Solidarität ist jetzt in unserem Land, in Europa und auch weltweit erforderlich."

„Geschichte gibt keine Warnung“

Für Italiens Ministerpräsidenten Giuseppe Conte ist auch der Umgang mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie eine Frage der Solidarität. Doch einig ist man sich nicht: Die Corona-Bonds bleiben ein Zankapfel. „Europa muss zeigen, ob es diesem Ruf der Geschichte gewachsen ist. Geschichte gibt keine Warnung ab, besonders nicht im Falle eines so unerwarteten und unvorhergesehenen Notfalls“, so Conte.

Personelle Verstärkung erhält die überlastete Ärzteschaft in Italien aus Albanien. 30 Bedienstete aus dem Gesundheitswesen sind in Italien eingetroffen. Eingesetzt werden sollen sie in Bergamo und Brescia.

Auch Tschechien hilft und schickt Schutzkleidung sowohl nach Italien als auch nach Spanien. Dabei ist Tschechien selbst ebenfalls nicht frei vom Coronavirus: Rund 2700 Ansteckungsfälle gibt es in dem Land, 13 Menschen kamen bisher ums Leben. Das ist gleichwohl nur ein Bruchteil der italienischen und spanischen Fallzahlen.