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Italien trauert - und hofft: "Wir stehen am Höhepunkt"

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Italien trauert - und hofft: "Wir stehen am Höhepunkt"
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Der Alltag in Italien ist ein Leben zwischen Hoffen und Bangen. Inzwischen herrscht vorsichtiger Optimimus, denn die Coronavirus-Ansteckungswelle hat sich am Dienstag gegenüber dem Vortag leicht verlangsamt.

Nicht rückläufig ist die Zahl der Todesopfer. Binnen 24 Stunden starben nach Angaben des italienischen Zivilschutzes 837 Menschen. Die Gesamtzahl der Toten durch die Covid-19 Erkrankung erhöhte sich auf 12.428. Das ist der höchste Wert weltweit.

Der Präsident des Nationalen Gesundheitsinstituts, Silvio Brusaferro, erläuterte, wo Italien jetzt steht: "Wir haben das Plateau erreicht. Das bedeutet: Wir stehen am Höhepunkt. Das wird sich in ein paar Tagen stabilisieren, und dann erwarten wir den Beginn eines Abschwungs. Der Höhepunkt ist keine Spitze, sondern ein Plateau, das wir auf der anderen Seite der Ebene verlassen müssen."

Tatkräftige Hilfe aus Russland

Im Corona-Epizentrum Italiens, der Region Lombardei, sind jetzt Desinfektionsexperten aus Russland im Einsatz.

Das vom russischen Verteidigungsministerium entsandte Team hat nach dessen Angaben bereits elf Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen desinfiziert, aber auch ganze Ortschaften wie Clusone in der Provinz Bergamo.

Landesweite Trauerbeflaggung

Landesweit und auch im Vatikan wird aus Trauer um die Opfer auf halbmast geflaggt. Man trauere so mit den Familien der Verstorbenen, erklärte der Präsidentenpalast in Rom.

Der Bürgermeister von Mailand sagte, eine vollständige Rückkehr zur Normalität sei erst nach der Entwicklung eines Impfstoffes möglich.