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Angst vor Covid-19 in Afrika

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Angst vor Covid-19 in Afrika
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Abschottung und drastische Ausgangssperren: so rüsten sich viele Staaten in Afrika gegen das Coronavirus. Mehr als 30 Länder haben bereits Covid-19-Fälle gemeldet, dennoch sind die Infektionszahlen mit mehr als 5.700 Ansteckungen und rund 190 Todesfällen im Vergleich zum weltweiten Anstieg relativ niedrig. Noch, warnen Experten.

Sollte sich das Virus auf dem Kontinent weiter ausbreiten, könnte dies für viele Menschen dramatische Folgen haben, sagt Achim Steiner von der Entwicklungsagentur der Vereinten Nationen (UNDP). "Einige der am stärksten gefährdeten Länder stehen in vorderster Front und sind am wenigsten darauf vorbereitet.

Wir sind besorgt, dass die finanzielle Unterstützung und der direkte Zugang zu medizinischer Ausrüstung unzureichend sind und diese Krise sich in Folge der bislang begrenzten Maßnahmen weiter verschärfen wird".

In Südafrika gilt bereits eine dreiwöchige Ausgangssperre, deren Einhaltung von Polizei und Militär überwacht wird. Viele Bewohner, vor allem in armen Vierteln, verstoßen jedoch gegen die Auflagen - um das nackte Überleben ihrer Familien zu sichern.

Nach Einschätzung der Vereinten Nationen könnte in Afrika die Hälfte aller Arbeitsplätze aufgrund der Corona-Krise verloren gehen, damit verbunden wären Einnahmeverluste von mehr 220 Milliarden US-Dollar in den nächsten Monaten und Jahren.

Die UN-Entwicklungsagentur hat die Weltgemeinschaft zu Hilfe für die Entwicklungsländer aufgefordert. Anderenfalls drohten Fortschritte im Kampf gegen die Armut der vergangenen zwei Jahrzehnte zunichte gemacht zu werden.