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Japan ruft den Notstand aus

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Japan ruft den Notstand aus
Copyright  Tomohiro Ohsumi/2020 Getty Images
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Japan will die Ausbreitung des Coronavirus im Land eindämmen und hat deshalb für den Großraum Tokio und weitere Provinzen den Notstand ausgerufen.

Regierungschef Shinzo Abe rief die Bürger auf, abgesehen von nötigen Besorgungen, möglichst zu Hause zu bleiben:

Die Regierung ist zu dem Schluss gekommen, dass die schnell voranschreitenden Infektionen mit dem Coronavirus schwerwiegende Folgen für das Leben der Menschen und die Wirtschaft des Landes haben können.
Aus diesem Grund erkläre ich den Ausnahmezustand auf der Grundlage des ersten Artikels von Paragraph 32 der überarbeiteten Gesetzgebung zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten.
Der Ausnahmezustand gilt für einen Monat, von heute bis zum 6. Mai, für insgesamt sieben Präfekturen.
Shinizo Abe
Regierungschef Japan

Viele Staaten hatten schnell gehandelt und Ausgehbeschränkungen umgesetzt. In Japan ging das Leben jedoch fast wie gewohnt weiter, doch nun steigen die Infektionen rasant an. Ein Mann hält die Reaktion aus Tokio für verspätet:

"Ich verstehe nicht, warum die Regierung so lange gewartet hat, wo doch der Gouverneur von Tokio immer wieder den Ausnahmezustand gefordert hat. Das ist beunruhigend."

Abe verkündete außerdem das größte Konjunkturpaket Japans aller Zeiten, es soll 108 Billionen Yen (umgerechnet rund 916 Mrd Euro) betragen. Japans Wirtschaft stehe vor der größten Krise der Nachkriegszeit, so der konservative Regierungschef.