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Luftfahrt-Krise: Lufthansa verhandelt, Tui bekommt 1,8 Milliarden

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Luftfahrt-Krise: Lufthansa verhandelt, Tui bekommt 1,8 Milliarden
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Der weltgrößte Reiseanbieter Tui bekommt milliardenschwere Hilfe vom deutschen Staat. Mehrere Banken gaben ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit von 1,8 Milliarden Euro.

Der Konzern erklärte in Hannover, ein entsprechender Vertrag mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau sei unterschrieben. Dieser habe eine Laufzeit bis Oktober nächsten Jahres und könne bis Juli 2022 verlängert werden.

Weltweit stehen durch die sinkende Nachfrage nach Flugreisen wegen der Coronapandemie rund 25 Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Das gab die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung IATA bekannt, der 290 Fluggesellschaften angeschlossen sind.

Viele Länder haben den Flugverkehr praktisch eingestellt. Im März verkehrten in Europa rund 90 Prozent weniger Flugzeuge als im Vorjahresmonat. Und ein Ende der Einschränkungen ist nicht in Sicht.

Lufthansa verhandelt noch

Noch größer als im Fall Tui ist der Finanzbedarf bei der Lufthansa. Europas umsatzstärkster Luftverkehrskonzern verhandelt mit der deutschen Regierung über milliardenschwere Beihilfen. Auch die ausländischen Konzerntöchter haben bereits bei den Regierungen in Österreich, Belgien und der Schweiz um Unterstützung nachgesucht.

Den Sparkurs hat der Lufthansa-Vorstand am Dienstag unterstrichen, als rund ein Zehntel der Konzernflotte ausgemustert und das Ende für die Tochter Germanwings eingeleitet wurde. Weitere Einschnitte sind bereits in Planung.

Offen ist ferner, ob Condor wie geplant noch im laufenden Monat in den Besitz der polnischen Holding PGL übergehen wird. Medien spekulieren schon länger über eine eventuelle Integration in die Lufthansaflotte.