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Stichtag 4. Mai: Globale Geberkonferenz gegen Covid-19

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Stichtag 4. Mai: Globale Geberkonferenz gegen Covid-19
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Eine weltweite Bedrohungslage erfordert globales Handeln. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation eine internationale Zusammenarbeit für die Erforschung von Wirkstoffen gegen das Coronavirus angekündigt.

Dabei ziehen Regierungen, Stiftungen und die Privatwirtschaft an einem Strang. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hofft, dass durch einen Fonds acht Milliarden Euro zusammenkommen.

Der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus taufte das Projekt ACT-Accelerator, einen Beschleuniger für den Zugang zu Covid-19-Werkzeugen wie Behandlungen und Impfstoffe gegen Covid-19.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen stellte das Projekt bei einer Videokonferenz mit hochkarätigen Teilnnehmern vor: "Am 4. Mai werden wir eine globale Aktion starten. An diesem Tag werden wir auch die nächsten Meilensteine einer globalen Kampagne ankündigen. Diese Kampagne soll den Startschuss für ständigen finanziellen Nachschub geben. Ziel ist, 7,5 Milliarden Euro aufzubringen, um die Arbeit in den Bereichen Prävention, Diagnose und Behandlung zu intensivieren."

Gleichbehandlung von armen und reichen Nationen

Einer der Schlüssel zu der Initiative ist, dass Ergebnisse und Fortschritte nicht nur für die am weitesten entwickelten Länder, sondern für alle zugänglich sein müssen. Das unterstrich UN-Generalsekretär António Guterres: _"Nicht ein Impfstoff und Behandlungen für ein Land, eine Region oder die Hälfte der Welt, sondern ein Impfstoff und eine Behandlung, die erschwinglich, sicher, wirksam. leicht zu verabreichen und universell für alle und überall verfügbar sind."
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Versöhnungspotenzial für Supermächte?

Das ehrgeizige Vorhaben dürfte eine globale Zusammenarbeit erfordern, wie es sie bisher wahrscheinlich noch nie gegeben hat. Einschließlich der beiden Supermächte, deren diplomatische Beziehungen derzeit nicht die besten sind.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron blickte bei der Videokonferenz voraus: "Ich hoffe, dass wir mit dieser gemeinsamen Initiative China und die USA versöhnen können, weil der Kampf gegen Covid-19 ein gemeinsames Gut der Menschheit ist und keine Spaltung stattfinden darf, um diesen Kampf zu gewinnen".

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie erfordern einen weiteren Kampf. Der IWF hat zusammen mit der Welthandelsorganisation die Länder aufgefordert, Handelsbeschränkungen abzubauen, um die Weltwirtschaft so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen.