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Job-Aussichten für junge Menschen düster

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Job-Aussichten für junge Menschen düster
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Junge Menschen frisch aus Universitäten oder der Berufsausbildung drängen auf den Arbeitsmarkt - doch das Coronavirus hat ihre Zukunftsaussichten schlagartig verdüstert.

Davor hat jetzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gewarnt.

Die 22jährige Elise Lauriot-Prévost mit einem Master-Diplom in politischer Wissenschaft hat etwa 50 Bewerbungen verschickt - doch zurück kommt nur Unsicherheit.

Es seien negative und demoralisierende Antworten, die sie erhalte, sagt sie.

Zudem seien keine Angebote verfügbar. Das sei mehr und mehr der Fall.

Die Unternehmen sagten, wegen des Coronavirus werde vorerst nicht mehr eingestellt.

Man unterrichte sie, wenn es wieder anders werde. Doch niemand wisse, wann das der Fall sei.

Selbst für Praktika und Trainee-Programme sieht es schlecht aus.

Elise Lauriot-Prévost: Sie frage sich, in welchem Berufsfeld sie sich umsehen solle - oder warten, bis etwas in ihrem Bereich frei werde.

Sie könne nicht von Nebenjobs wie Babysitting leben, was sie während ihres Studiums getan habe.

Schon vor der Pandemie war die Jugendarbeitslosigkeit mit 15 Prozent sehr hoch.

Im Süden Europas tendiert sie nun gegen 30 Prozent.

Da sich auf dem Arbeitsmarkt derzeit kaum etwas tut, raten Experten zum Lernen neuer Fertigkeiten, um die Qualifikationen auszudehnen.

Man solle nicht den Fehler eines Sabbatjahres machen, sondern wirklich in sich investieren, so Jan Denys von Randstad. Dann werde man am Ende bessere Chancen auf dem Markt haben.

Vielleicht sei die Job-Situation in einem Jahr viel besser als heute.

In den vergangen sieben Jahren half die EU, durch eine Initiative mehr als zwei Millionen junger Menschen zu einer Stelle.

Mehr Geld in dieses Programm im nächsten Haushalt zu stecken, kann eine große Wirkung gerade für schlecht ausgebildete Bewerber haben, heißt es im Europäischen Parlament.

Diese Geld sollte nicht nur für Zeitverträge und Trainee-Stellen bereit gestellt werden, so die portugiesische Abgeordnete Sandra Pereira.

Stattdessen sollte es Vollzeitbeschäftigungungsverhätnisse unterstützen, die sozialversicherungspflichtig seien.

Und dann sollten Unternehmen ausgeschlossen werden, die Angestellte ausnutzten und deren Rechte ignorierten.

Bleiben Erasmus Plus für Akademiker und das Solidaritätskorps für soziale Berufe, die derzeit wegen der Kontakt- und Reiseverbote auf Eis liegen.