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Mehr als 26.000 Tote in Großbritannien - Exit-Sorgen in Spanien

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Mehr als 26.000 Tote in Großbritannien - Exit-Sorgen in Spanien
Copyright  Kirsty Wigglesworth/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Mit mehr als 26.000 übersteigt die Zahl der Coronavirus-Toten in Großbritannien jetzt die Zahl der Covid-19-Opfer in Frankreich und in Spanien. Zuvor wurden die Menschen, die in britischen Alten- und Pflegeheimen oder zu Hause gestorben sind, nicht mit eingerechnet.

Die Gesundheitsbehörden in London warnen vor einer weiteren gefährlichen Situation - der schlimmste Moment der Pandemie sei noch nicht erreicht.

"Wir müssen geduldig sein"

Der stellvertretende Premier und Außenminister Dominic Raab bat die Briten um Geduld: "Jetzt arbeiten wir an allen möglichen Optionen für eine zweite Phase. Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Ganz gleich, ob Sie ein NHS-Mitarbeiter an vorderster Front sind, der unermüdlich Schicht für Schicht arbeitet, oder ein Elternteil zu Hause mit kleinen Kindern. Aber wir müssen geduldig sein, und wir müssen vorsichtig sein, wenn wir einen Moment des maximalen Risikos erreichen. Wir werden also die nächsten Daten Anfang Mai abwarten."

"Zwei Meter Abstand werden nicht eingehalten"

In Spanien machen sich viele Sorgen wegen der Exit-Strategie der Regierung ab dem 4. Mai. Wegen der vielen Toten und der Überlastung vieler Krankenhäuse haben sich die allermeisten Spanier strikt an die strenge Ausgangssperre gehalten.

Doch eine Frau in Madrid klagt: "Die zweite Meter Abstand werden nicht eingehalten, es sollte auch in den kommenden Wochen strengere Regeln geben."

Ein Mann sehnt sich nach Normalität: "Am Montag würde ich gern auf einer Terrasse ein kaltes Bier trinken, Freunde treffen, wieder ein normales Leben führen."

Frankreichs Gastronomie bangt um die Zukunft

In Frankreich dürfen Cafés und Restaurant auch Mitte Mai zunächst nicht öffnen.

Ein Kneipenbesitzer ist unzufrieden mit den Plänen der Regierung: "Wir wollen ein Datum, an dem Bars und Restaurants wieder aufmachen dürfen. Es ist eine Katastrophe. Wir wissen nichts, müssen abwarten und in der Zwischenzeit gehen 80 Prozent der Gastronomie pleite."

Bars und Beizen in der Schweiz dürfen am 11. Mai unter Auflagen öffnen

In der Schweiz sollten Bars und Beizen am 11. Mai wieder öffnen - doch für maximal vier Personen oder Mitglieder einer Familie an einem Tisch und natürlich mit strengen Hygiene-Auflagen. Das Land will noch mehr testen und neue Covid-19-Fälle genau nachverfolgt werden.