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Obdachlos durch Corona: Lissabon hilft Betroffenen

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Obdachlos durch Corona: Lissabon hilft Betroffenen
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Der Casal-Vistoso-Komplex in Lissabon: Normalerweise werden dort alle möglichen Sportarten praktiziert, in Corona-Zeiten hat die Stadt daraus eine Unterkunft für Obdachlose gemacht. Viele der Menschen, die dort derzeit leben, haben erst durch die Krise ihre Wohnung verloren.

So wie der 22-jährige Ruben Pinheiro. Er hat ein Wochenende auf der Straße verbracht, bevor er zu der Unterkunft kam. "Ich habe in einem Restaurant gearbeitet, aber durch Covid-19 habe ich meinen Job verloren und konnte die Miete nicht mehr zahlen", sagt er. "Ich bin auf der Straße gelandet. Zum Glück habe ich eine Lösung gefunden. Sie haben mir einen Job vermittelt, sie haben es geschafft, mir in meinem Leben wieder eine Orientierung zu geben."

Auch Valeria Mendes aus Brasilien ist dort untergekommen. "Ich bin Dienstmädchen", sagt sie. "Ich bin darauf angewiesen, dass Hotels, Geschäfte, Restaurants offen sind, um ein normales Leben zu haben."

Unterkunft mit sozialen und sportlichen Aktivitäten

Es gibt einen Schlafbereich für Männer und einen für Familien, Frauen und Homo- oder Transsexuelle. Zwischen den Betten wird ein Sicherheitsabstand gewahrt. Es gibt Duschen und sogar soziale und sportliche Aktivitäten.

Trotzdem soll die Unterkunft nur eine Übergangslösung sein, erklärt Manuel Grilo vom Sozialdezernat der Stadt: "Wir bleiben, bis wir für die Menschen hier eine Alternative gefunden haben. 26 haben schon Jobs gefunden und ich glaube, dass der Rest auch gute Chancen hat. Für 100 Wohnungen ist die Finanzierung bereits sicher."

Insgesamt leben derzeit rund 90 Menschen und ein paar Hunde im Casal-Vistoso-Komplex. Vier solcher Unterkünfte gibt es in ganz Lissabon.