Ja, was denn nun? und Verwirrung um Lockdown-Lockerungen in Großbritannien

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Von Luke Hanrahan
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Was ist erlaubt, was nicht? Viele Menschen in Großbritannien sind unsicher, was sie seit dem 10. Mai dürfen, als die Regierung begann, den Lockdown im Land zu lockern. Die Ansagen waren zu unklar, sagen viele. Und selbst Johnson sagt: stimmt.

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Mit der allmählichen Rücknahme des Lockdowns in Großbritannien steigt bei vielen Menschen im Land die Unsicherheit darüber, was nun genau erlaubt ist und was nicht.

Der Londoner Friseur JR sagt: "Ehrlich gesagt: ich bin absolut sauer. Ich habe keinen Schimmer, was los ist, und ich glaube, es geht vielen so."

Womöglich breche er ja das Gesetz, wenn er wieder arbeite, sagt JR.

"Es gibt keine wirkliche Klarheit darüber, was man tun kann. Ich habe das Gefühl, die Regierung zwingt die Menschen regelrecht, selbst herauszufinden, was sie tun dürfen und was nicht."

Am 10. Mai lockerte die Regierung die Lockdowns - die Kritik folgte umgehend. Die Aussagen seien zu unklar, zu widersprüchlich, hieß es.

Einige Experten sagen außerdem: die Lockdown-Lockerung kommt zu früh.

Gary McLean, Immunologe der School of Human Sciences an der London Metropolitan University, meint: "Es scheint politisch motiviert zu sein, Geschäfte wieder zu öffnen. Die Regierung hat aber irgendwie den Geschäften die Entscheidung überlassen darüber, was sie tun oder lassen sollen. Dabei sollte die Regierung viel direkter sein."

Premierminister Boris Johnson hat Verständnis für den Ärger über die in seinen Worten "komplexe" Rücknahme des Lockdowns geäußert. Und er räumte ein, dass seine Ansagen durchaus hätten deutlicher sein können.

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