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Corona-Krise in Madrid - Bürgermeister Luis Martinez Almeida im Interview

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Madrid macht sich bereit, die seit der Coronavirus-Pandemie verhängten strengen Ausgangsbeschränkungen zu lockern. Dazu im exklusiv Interview mit Euronews, der Bürgermeister der spanischen Hauptstadt, Luis Martinez Almeida:

"Wir haben alle Szenarien durchgeplant. Es ist wichtig, dass wir in der Lage sind, uns der Wirtschaftskrise und der sozialen Notlage, in der wir uns befinden, zu stellen".

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist durch die Pandemie schwer beschädigt worden. Die Umsätze gehen gegen null, Tausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Der Bürgermeister hat Steuererleichterungen angekündigt:

"Der Plan basiert auf einer Prämisse, nämlich Sicherheit. Wir müssen allen, die nach Madrid kommen, vermitteln, dass eine ausreichende Sicherheit gewährleistet ist. Wir müssen den Touristen klar machen, dass Madrid keine unsichere Stadt ist und die Pandemie unter Kontrolle ist".

Bürgermeister Almeida hat sich mit seinen Amtskollegen in Paris, London und Berlin getroffen, um die Ursachen der Corona-Krise zu analysieren und nach Lösungen für die gegenwärtige Situation zu suchen.

"Wir sind uns alle einig, dass es einen Wandel im Hinblick auf die Nutzung des städtischen Raums geben wird. Auch eine Änderung der Mobilität ist notwendig. Wir wollen versuchen, kürzere Wege zu schaffen".

In Madrid gibt es heftige Proteste gegen die Regierung von Pedro Sánchez. Bürgermeister Almeida hat eine gemäßigte Haltung gegenüber der Exekutive und zeigt durchaus Verständnis für die Demonstranten.

"Ich bin nicht besorgt darüber, dass die Bürger protestieren. In einer Demokratie sollten wir nicht besorgt sein, dass die Bürger ihr legitimes Recht auf Protest ausüben können. Was mich beunruhigt, ist, dass die Regierung nicht die richtigen Antworten auf diesen Protest hat".

Madrid steht vor einer großen Herausforderung. Noch ist es ein langer Weg bis zur Normalität

"Madrid ist noch immer eine Region, die erheblichen Einschränkungen unterliegt. Das Land leidet unter einer massiven politischen Spaltung. Der Bürgermeister von Madrid ist eine der wenigen Persönlichkeiten, die eine allgemeine Anerkennung genießt. Die Opposition im Stadtparlament hält sich zurück und steht hinter ihm. Das erleichtert die Situation".

Carlos Marlasca, Euronews