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450 Mio: So rettet Österreich "Austrian" - und ein bisschen das Klima

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450 Mio: So rettet Österreich "Austrian" - und ein bisschen das Klima
Copyright  Matthias Schrader/AP
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Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines kann in der Coronakrise vorläufig aufatmen. Die AUA bekommt vom österreichischen Staat eine Finanzspritze von 450 Millionen Euro. Diese splittet sich auf in staatlich garantierte Bankkredite von 300 Millionen Euro und 150 Millionen Euro frisches Eigenkapital.

Weitere 150 Millionen Euro steuert die Lufthansa bei. Der Deal beinhaltet eine zehnjährige Standortgarantie für die Airline in Österreich.

Ein Hauptziel ist der Erhalt der 7.000 Stellen.

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz fasst die Rettung in drei Punkten zusammen: "Es war uns daher in den Verhandlungen mit der Lufthansa wichtig, drei Ziele zu erreichen. Nämlich die Masse der Arbeitsplätze bei der AUA zu retten. Zum zweiten eine Garantie für das Drehkreuz Wien. Und zum Dritten natürlich notwendige Maßnahme im Bereich des Klimaschutzes."

Eingeführt wird in Österreich eine Anti-Dumping-Regel zur Vermeidung von Billigtickets. Die Regierung aus ÖVP und Grünen will zudem eine Steuer von 30 Euro für alle Flugreisen unter 350 Kilometern erheben.

Verkehrsministerin Leonore Gewessler von den Grünen sagte: "Das heißt keine Tickets mehr unter den gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren und Abgaben, keine Flugtickets unter im Schnitt bedeutet das 40 Euro, damit sind wir europaweit Vorreiter im Kampf gegen die Billigstairlines, die auf Kosten unseres Klimas Profit machen."

Auch abseits des Flugverkehrs prescht Österreich voraus: In Planung ist ein "Ticket 1-2-3", ein Jahresabonnement für öffentliche Verkehrsmittel für einen Euro pro Tag in einer Region, zwei Euro pro Tag in zwei Regionen und drei Euro in ganz Österreich.

Zuvor hatte schon die Schweiz milliardenschwere Staatshilfen für den Erhalt der Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss genehmigt. Auch für den LH-Ableger Brussels Airlines wird staatliche Unterstützung angestrebt.