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Hotspot Spargelhof: 95 Erntehelfer in Bayern mit Coronavirus infiziert

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Auf einem Spargelhof in Inchenhofen im Kreis Aichach-Friedberg sind mindestens 95 Erntehelfer aus Rumänien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Spargelsaison ist auf diesem Hof in der Nähe von Augsburg vorzeitig beendet worden.

"Das Gesundheitsamt wird in den nächsten Tagen entscheiden, wie lange die Quarantäne andauert und ab wann die betroffenen Erntehelfer aus dem Ausland in ihre Heimatländer zurückreisen können", hieß es von der Geschäftsführung Lohner Agrar GmbH. Man könne sich nicht erklären, wie das Coronavirus auf den Hof gekommen sei. Es habe für die Erntehelfer einen eigenen Supermarkt, eine eigene Kantine mit Abstandsvorkehrungen gegeben und sie seien in Ein- bis Zwei-Personen-Zimmern untergebracht worden.

Für die Kunden habe keine besondere Gefahr bestanden: "Ein mögliches Infektionsrisiko für Kunden besteht und bestand in keinem höheren Maße, als dies während der Corona-Krise allgemein beim Einkauf im Supermarkt gegeben war. Insbesondere die saisonalen Erntehelfer haben bei ihrer Arbeit auf dem Feld keinen Kontakt zu Kunden."

Schon am 2. Juni waren zwei Beschäftigte dieses Spargelbauern an Covid-19 erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das Gesundheitsamt Augsburg hatte erkärt: "Da der Betreiber bereits im Vorfeld Abläufe für einen solchen Fall festgelegt hat, läuft die Zusammenarbeit sehr gut und die Isolierten werden gut versorgt“, heißt es vom Gesundheitsamt."

Schon bei der Abreise der ersten Erntehelfer hatte es Probleme gegeben, weil die Abstandsregelen nicht eingehalten worden waren.