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London bleibt hart: Übergangsphase soll nicht verlängert werden

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London bleibt hart: Übergangsphase soll nicht verlängert werden
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Der letzte Schritt des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union soll zum Jahresende vollzogen werden. Der Brexit-Übergang soll dann enden und der Austritt aus dem Binnenmarkt fix sein. Der britische Unterhändler Michael Gove machte deutlich:

Wir glauben nicht, dass eine Verlängerung der Übergangszeit richtig ist, wir werden diese am 31. Dezember verlassen. Mit unserer heutigen Ankündigung können die Unternehmen unseren Austritt aus der Europäischen Union besser einplanen wenn wir die Kontrolle zurückholen.
Michael Gove
Staatsminister Großbritannien

Innerhalb der Union hatte man stets betont, weiterhin für eine Verlängerung offen zu sein. Die stellvertretende Vorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament Kati Piri sagte:

Sie wollen alle Vorteile nutzen, obwohl sie nicht mehr Mitglied der EU sind und keine Bedingungen stellen können. Wir haben nun die Hälfte der Übergangszeit hinter uns, nach vier Verhandlungsrunden haben wir eigentlich nichts erreicht.
Kati Piri
Sozialdemokratische Partei Europas

Großbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten, bleibt aber in einer Übergangsphase noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion.

Die EU war für eine Verlängerung der Frist, um mehr Zeit für Verhandlungen zu haben. Großbritannien wendet sich aber seit Monaten strikt dagegen.

Gelingt in der Übergangsphase kein Abkommen, wird ein harter wirtschaftlicher Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen erwartet.