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UN-Weltflüchtlingstag: Demos in Athen und Paris

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Demo in Athen
Demo in Athen   -   Copyright  Yorgos Karahalis/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Anlässlich des Weltflüchtlingstags der Vereinten Nationen haben sich in Athen und Paris Tausende Menschen Demonstrationen angeschlossen.

In Athen protestierten rund 2000 Teilnehmer gegen die Migrationspolitik der griechischen Regierung protestiert. In Griechenland sind mehrere tausend anerkannte Asylbewerber von Obdachlosigkeit bedroht. Sie dürfen nach ihrer Anerkennung nur noch vier Wochen statt sechs Monate in ihren Unterkünften bleiben.

Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat diese Periode auf vier Wochen verkürzt. Trotzdem sei ein "reibungsloser Übergang" für diejenigen, die ihre Unterkünfte verlassen müssten, gewährleistet, stellte die Regierung fest. Die Demonstranten sehen das anders.

Margarita Koutsanelou ist Mitglied einer landwirtschaftlichen Gewerkschaft: "Die Regierung geht gegen Schutzsuchende vor, weil sie der Öffentlichkeit einen Sündenbock präsentieren wollen. Aber Migranten und Flüchtlinge sind keine Feinde."

Die Demonstranten werfen der griechischen Regierung vor, eine Politik der Abschreckung zu betreiben. In überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen auf griechischen Inseln harren unverändert Zehntausende Schutzsuchende aus,

Paris: Demo gegen Polizeigewalt und Rassismus

In Paris demonstrierten am Samstag hunderte Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Der Marsch führte zum ehemailgen Wohnort von Lamine Dieng, einem Franko-Senegalesen, der im Jahr 2007 unter nicht vollständig geklärten Umständen in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen war. Angehörigen von Dieng sprach die französische Regierung in der vergangenen Woche 145.000 Euro zu.

Franco Lollia, Sprecher der Aktivistengruppe Brigade Anti Négrophobie, sagte am Rande der Demonstration: "Der Fall George Floyd hat wesentlich zu dieser Mobilisierung beigetragen. Er zeigt auch das Ausmaß des systematischen Rassismus weltweit und bis zu welchem Punkt der Westen den Rhythmus geschaffen und ihm auch Einhalt geboten hat."

Einige Pariser Demonstranten forderten mit Bannern und Tafeln "Gerechtigkeit für Ibo". Eine Referenz an Ibrahima Bah, der im Oktober offenbar auf der Flucht vor der Polizei mit seinem Motorrrad in einem Pariser Vorort tödlich verunglückt war.