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Impfforschung in Frankreich: Macron und Sanofi wollen Millionen investieren

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Impfforschung in Frankreich: Macron und Sanofi wollen Millionen investieren
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Der französische Pharmakonzern Sanofi dürfte ein Vertragspartner der Corona-Impfallianz der vier EU-Länder Frankreich, Deutschland, Italien und Niederlande werden. Das gab der französische Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch eines Sanofi-Werks in der Nähe von Lyon bekannt. Die vier Staaten wollen durch Vereinbarungen mit mehreren potenziellen Herstellern laut eigenen Worten für eine möglichst schnelle und faire Verteilung eines Impfstoffs sorgen.

Macron sprach sich im Sanofi-Werk in Marcy l'Etoile erneut dafür aus, dass ein Corona-Impfmittel allen zugänglich wird: "Ich bin dafür, dass dieser Impfstoff ein globales öffentliches Gut wird. Natürlich müssen Rechercheleistungen bezahlt werden, das ist klar. Aber wir müssen gemeinsam mit dieser Initiative gegen jede Zurückhaltung kämpfen. Dagegen, dass dieses oder jenes Land, vor allem in weniger entwickelten Ländern, keinen Zugang zu dem Impfstoff hat."

Sanofi: "Unser Herz schlägt in Frankreich"

Macron versprach Investitionen in die heimische Produktion und Forschung von Impfmitteln, da die Corona-Krise gezeigt habe, wie wichtig es sei, gängige Medikamente vor Ort zu produzieren.

Auch Sanofi-Chef Paul Hudson kündigte Investitionen in den Standort Frankreich an. Der Brite war im Mai unter anderem von Macron kritisiert worden, als er angekündigt hatte, die USA als wichtigen Geldgeber bei der Ausstattung mit einem zukünftigen Corona-Impfstoff zu bevorzugen, was er später zurückzog.

Sanofi wolle über 600 Millionen Euro in die generelle Impfstoffforschung und -produktion vor Ort stecken, so Hudson jetzt: "Sanofis Herz schlägt in Frankreich. Unsere Geschichte und unsere Werte liegen in Frankreich und auch unsere Zukunft. Deswegen freuen wir uns, uns an Ihrer Seite für kommende Pandemien zu rüsten."