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Kommt die 2. Welle? Rückkehr zum Alltag mit bitterem Beigeschmack

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Kommt die 2. Welle? Rückkehr zum Alltag mit bitterem Beigeschmack
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Nach jüngsten Warnungen der WHO und steigenden Infektionszahlen wächst die Angst vor einer zweiten Coronavirus-Welle in Europa.

Auch in Portugal, das eigentlich wegen seines schnellen und effizienten Durchgreifens als Vorbild galt. Seit Tagen schwelt ein neuer Ausbruch in Hauptstadt. Dennoch: volle Busse und Bahnen in Lissabon, Rückkehr zum Alltag mit bitterem Beigeschmack.

Soldaten sichern "rote Zone"

Im süditalienischen Mondragone sichern seit Donnerstagabend Soldaten eine sogenannte rote Zone. Die Mietskasernen werden vorwiegend von bulgarischen Erntehelfern bewohnt, unter denen das Coronavirus grassiert. Weil sich jedoch nicht alle an die Absperrung hielten, kam es zu Auseinandersetzungen mit Anwohnern. Polizei und Armee mussten einschreiten.

"Wir befinden wir uns der 2. Welle in Europa?"

Das sei nicht ganz zutreffend, meint der französische Virologe Vincent Maréchal. "Vor allem haben wir es, auch innerhalb Europas, mit einer Dynamik zu tun, die eine Art Mosaik ist, bestehen aus regionalen Mosaiken und nationalen Mosaiken. Wr sind meiner Ansicht nach nicht voll und ganz dazu in der Lage zu sagen, dass wir das Coronavirus auf europäischer Ebene unter Kontrolle haben.

Wenn wir von einer zweiten Infektionswelle sprechen, gehen wir von der Hypothese desselben Virus aus, das saisonbedingt zurückkehrt. Dies geschieht, weil die Pandemie aktuell stark mit dem verglichen wird, was wir von Grippe kennen."

Nektarinen für Europa

Derweil pflücken Erntehelfer in der Region Aragón im Nordosten Spaniens weiter Nektarinen für Europa, 5 Euro 25 die Stunde. Nach einem langen Tag in sengender Hitze müssen sie Fieber messen und sich umgehend in ihre abgeschotteten Unterkünfte begeben. Diese wurde errichtet, nachdem es zu einem Ausbruch unter Saisonarbeitern kam.