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Erste 1.000 Rechnungen verschickt: Was kosten die Heimhol-Flüge?

Deutsche Reisende in Südafrika
Deutsche Reisende in Südafrika   -   Copyright  Nardus Engelbrecht/NARDUS ENGELBRECHT
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Das Auswärtige Amt in Berlin hat die ersten 1.000 Rechnungen an die Menschen verschickt, die nach der Schließung der Grenzen Mitte März 2020 aus dem Ausland nach Deutschland per Flugzeug heimgeholt wurden. Die meisten der 240.000, die nach Deutschland zurückgekehrt sind, wurden von ihren Reiseveranstaltern heimgeholt - und müssen dafür nichts extra bezahlen.

Die jetzt eingeforderten Preise liegen offenbar in etwa im Bereich günstiger Economy-Tickets für die jeweiligen Regionen der Welt.

Das Außenministerium will nach eigenen Angaben so 40 Prozent der Kosten von insgesamt 94 Millionen Euro bei den Betroffenen einsammeln. Immer wieder hatte Außenamtschef Heiko Maas betont, dass es sich bei der Heimhol-Operation seines Ministeriums um einen Einsatz bisher nicht gekannten Ausmaßes handelte. Eine solche Aktion will das Auswärtige Amt nicht wiederholen - bis Ende August gilt eine Reisewarnung für fast alle Staaten außerhalb der EU.

Die Rückkehr-Flüge vom Frühjahr kosten zwischen 200 und 1.000 Euro - je nachdem, wo sich die Touristen oder im Ausland Lebenden aufgehalten haben.

200 Euro kosten Rückflüge von den Kanarischen Insel und aus Nordafrika.

500 Euro kosten Rückflüge aus dem südlichen Afrika und der Karibik.

600 Euro kosten Rückflüge aus Südamerika und Asien.

1.000 Euro kosten Rückflüge aus Australien und Neuseeland.

Für Individualtouristen und andere Reisende hatte das Auswärtige Amt Maschinen gechartert, die 260 Flüge absolvierten und rund 67.000 Personen aus rund 65 Ländern zurückbrachten.

Unter den 67.000 Passagieren sind etwa 56.000 deutsche Staatsangehörige, 7600 Menschen aus anderen Ländern der EU und 3650 Personen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union.