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Von Covid-19 verjagt: Filmfestspiele von Karlsbad gehen auf Wanderschaft

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Ein fast leerer Kinosaal in Karlsbad
Ein fast leerer Kinosaal in Karlsbad   -   Copyright  Petr David Josek/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Bereits seit 1946 wird in Karlsbad, tschechisch Karlovy Vary, die Kunst des Films gewürdigt und der Leinwandleidenschaft gefrönt. In diesem Jahr müssen die eigentlichen Filmfestspiele in der böhmischen Stadt einer Fernveranstaltung weichen. Das Coronavirus hat die Veranstalter gezwungen, auf Wanderschaft zu gehen, gezeigt werden die Beiträge in 96 tschechischen Kinosälen.

"Filmfestspiele kommen zu ihnen"

Jiri Bartoska, Präsident der Filmfestspiele von Karlsbad, erläutert: "Die Programmleitung hat 16 Filme ausgesucht, drei feiern Europa- und einer Weltpremiere. Die Zuschauer haben nicht die Möglichkeit nach Karlsbad zu kommen, also haben wir uns entschlossen, dass die Filmfestspiele von Karlsbad zu ihnen kommen."

Australischer Eröffnungsfilm

Der Eröffnungsfilm stammt aus Australien, heißt Babyteeth, also Säuglingszähne, und entsprang der Schaffenskraft von Regisseurin Shannon Murphy. Eingerahmt werden die Filmbeiträge von Gesprächsrunden mit den Machern - alles aus der Ferne. Eine Filmvorführung auf diese Weise sei eine gute Ersatzlösung, meint eine Zuschauerin.

Das finden die Veranstalter auch und schmieden bereits weitere Pläne: Ein Minifilmfest über vier Tage im November.

Karel Och, Direktor der Filmfestspiele, sagt: "Wir wollen unseren Zuschauern Filme zeigen. Es ist besser, ihnen diese zu Hause vorzuführen, als die ganze Veranstaltung abzusagen."

Wo sonst die Filmschaffenden, wichtige und nicht so wichtige Persönlichkeiten abgelichtet werden, schießt jetzt Jedermann ein Bild.

euronews-Reporter Jiri Skacel berichtet: "Der rote Teppich bleibt in diesem Jahr leer. Die Veranstalter, Filmfreunde und Filmschaffenden hoffen, dass es an diesem Ort im nächsten Jahr wieder vor Menschen wimmeln wird."