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Covid-19 in Europa: Ringen um verschärfte Maßnahmen

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Covid-19 in Europa: Ringen um verschärfte Maßnahmen
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Eine erneute Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus? Nein, danke. So denken viele Menschen in Europa. Die Regierungen wiederum bemühen sich, die Bevölkerung zu schützen. Ein Interessenkonflikt.

Trotz des Versammlungsverbots in Serbien sind erneut Hunderte Menschen auf die Straßen von Belgrad gegangen, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Die Proteste hatten sich an erneuten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus entzündet. Am Anfang der Woche wurde bekannt, dass in Serbien so viele Covid-19-Patienten beatmet werden müssen wie nie zuvor.

"Jeder muss sich anstrengen"

"Ich rufe alle serbischen Bürger erneut auf, die Situation ernst zu nehmen. Jeder einzelne muss sich anstrengen zum Wohl der Gesellschaft, des Landes und zur Unterstützung unseres Gesundheitssystems", so Ministerpräsidentin Ana Brnabic in einem Statement.

In ganz Europa verschärfen Städte und Regionen ihre Vorsichtsmaßnahmen. In Portugal wurde der seit zwei Wochen geltende sogenannte Lockdown für fünf Gebiete am Rand von Lissabon verlängert. Die Behörden versuchen, weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Gericht kassiert Maßnahmen

In der Stadt Lleide in Katalonien kassierte ein Gericht die vor Tagen verhängten Maßnahmen der Regierung. Die Stadt sei dazu nicht befugt, so hieß es in der Begründung.

"Die Anweisungen sollten klarer sein. Denn wenn die eine Stelle dieses und eine andere jenes sagt, dann wissen die Menschen nicht mehr, was sie tun sollen", so der Verkäufer Eugène Badila. Die katalanische Regierung will, dass die Einwohner die jeweils geltenden Regeln weiter einhalten.

Mehr Tests in Griechenland

Griechenland will die Testung von Touristen ausbauen. Zuvor war es örtlich zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen gekommen. Auch der vielerorts laxe Umgang der griechischen Bevölkerung mit dem Coronavirus könnte zu weiteren Beschränkungen führen, so die Regierung. Dies könne etwa für religiöse Feste gelten.

In Frankreich verkaufen Apotheken nun rezeptfrei Antikörpertests zur Feststellung einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus. Nach Angaben der Behörden kann ein solcher Test den Gang zum Arzt aber nicht ersetzen.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte am Montag: