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Menschenrechtlerin statt Sklavenhändler: Neues Standbild in Bristol

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Von euronews
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Menschenrechtlerin statt Sklavenhändler: Neues Standbild in Bristol
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In einer Nacht- und Nebelaktion haben Unbekannte in der englischen Stadt Bristol ein Standbild der Menschenrechtlerin Jen Reid aufgestellt. Und zwar auf den Sockel, auf dem bis vor Kurzem eine Statue des Unternehmers und Sklavenhändlers Edward Colston stand.

„Das ist toll. Die Statue sieht aus, als würde sie genau dort hingehören und dort schon ewig stehen. Das erfüllt mich mit Stolz. Mir gefällt die Statue hier", sagte Reid.

Aufgestellt wurde ihr Ebenbild ohne Genehmigung der Stadt Bristol. Eine Bewohnerin der Stadt gefällt das Kunstwerk: „Ich hoffe sehr, dass das Standbild bleibt. Es drückt das Gefühl in Bristol aus, das dazu führte, die alte Statue zu stürzen. Jetzt wurde heimlich eine neue errichtet. Das ist das Ebenbild einer Frau, die der Künstler an dem Tag gesehen hat, als die Statue gestürzt wurde. Wenn man dem in Bristol herrschenden Gefühl treu bleiben will, muss die jetzige Statue bleiben", sagt die Frau.

Das Standbild in Erinnerung an Edward Colston war am 7. Juni im Rahmen einer Demonstration gegen Rassismus gestürzt und ins Hafenbecken von Bristol geworfen worden.