Staatsakt in Madrid: Spanien gedenkt der Corona-Opfer

Staatsakt in Madrid: Spanien gedenkt der Corona-Opfer
Copyright Manu Fernandez/AP
Von Christoph Wiesel mit dpa
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

König Felipe und 400 Gäste haben in Madrid Abschied von Spaniens Corona-Toten genommen. Das Land hat wie nur wenige Länder Europas unter der Corona-Krise gelitten.

WERBUNG

Mit einem feierlichen Staatsakt hat Spanien Abschied von seinen mehr als 28.000 Corona-Opfern genommen. König Felipe VI. und 400 Gäste gedachten vor dem Königlichen Palast in Madrid der Toten - und dankten denen, die das Land während der Pandemie am Laufen halten.

An der Zeremonie nahmen auch Angehörige der Corona-Opfer teil. "Lassen Sie uns das nicht vergessen: COVID war und ist überall auf der Welt ein grausamer, kalter und zerstörerischer Vollstrecker", sagte Hernando Calleja, Bruder eines Corona-Opfers, bei der Trauerfeier. "Ich glaube, mein Schmerz ähnelt dem Schmerz jedes einzelnen Angehörigen der Opfer."

Felipe dankt dem Gesundheitspersonal

Mit dem Staatsakt wollte sich die Regierung auch bei der spanischen Bevölkerung bedanken. König Felipe hob das Gesundheitspersonal hervor. "Heute würdigen wir die vorbehaltslose Hingabe an Andere - auch unter Einsatz des eigenen Lebens - voller Solidarität, Mut, Vorbildlichkeit und Großzügigkeit, die uns bewegt hat und die uns alle stolz macht", sagte König Felipe VI.

Spanien hat wie nur wenige Länder Europas unter der Corona-Krise gelitten: Nicht nur die vielen Toten - auch der Wirtschaftseinbruch hat das Land hart getroffen.

Nun hofft Spanien auf die wirtschaftliche Unterstützung der EU. Neben weiteren Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland war auch die gesamte EU-Spitze zur Trauerfeier gekommen.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Adiós, "San" Iker: Real-Ikone Casillas hängt Handschuhe an den Nagel

Madrid: Covid-19 macht Kult-Flohmarkt den Garaus

Covid-19 in Spanien: 92.700 Nerze werden notgeschlachtet