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Covid-19 in Spanien: 92.700 Nerze werden notgeschlachtet

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Von Euronews  mit AFP, El Pais
Nerz - Symbolbild
Nerz - Symbolbild   -   Copyright  Pixabay

Auf einer Nerzfarm nordwestlich von Valencia in Spanien sind etwa 87 Prozent der Tiere mit dem Coronavirus infiziert. Angesteckt haben sich die Nerze offenbar bei Beschäftigten des Betriebs, die im Mai an Covid-19 erkrankt waren.

Der Landwirtschaftsminister der Region Aragón, Joaquín Olona, kündigte an, dass alle 92.700 Nerze in La Puebla de Valverde bei Teruel gekeult werden müssen, um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen.

"Die Generaldirektion für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit hat bereits am 22. Mai die vorsorgliche Schließung des Betriebs angeordnet, als sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden″, erklärte Joaquin Olona, Minister für Landwirtschaft, Viehzucht und Umwelt der Regierung von Aragón, auf einer Pressekonferenz. "Seither werden die Tiere überwacht, und es dürfen keine Tiere oder Produkte aus dem Betrieb gelangen. Das einzige Ziel [der Nerzkeulung] besteht darin, Risiken für die Bevölkerung und die öffentliche Gesundheit zu vermeiden". Die Schlachtung der Tiere solle "in den nächsten Tagen" stattfinden.

In den Niederlanden waren schon zuvor Nerzfarmen von Covid-19 betroffen.

In Spanien wurden an diesem Donnerstag wieder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet - nämlich 580 bestätigte Fälle. Insgesamt sind in dem Land mehr als 28.000 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, in einer Zeremonie in Madrid wurde am 16. Juli an die Opfer der Pandemie erinnert.