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"Bisher nicht gekannte Eskalation": Schock über Gewalt gegen Polizisten in Frankfurt

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Polizei in Frankfurt ARCHIV
Polizei in Frankfurt ARCHIV   -   Copyright  Michael Probst/AP
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In Frankfurt ist es in der Nacht zum Sonntag am Opernplatz zu gewaltsamen Krawallen gekommen - wie unter anderem der Hessische Rundfunk berichtet. Etwa 3.000 Menschen hatten - wie schon an den Wochenenden zuvor - in der Innenstadt friedlich gefeiert, bevor es zu einer Massenschlägerei und zur Gewalt gegen die Polizei kam.

Mindestens 39 Personen wurden festgenommen, acht von ihnen waren noch am Sonntag in Polizeigewahrsam, fünf Polizeibeamte wurden vor allem durch Flaschenwürfe verletzt.

Viele Polizisten waren geschockt über die Gewalt gegen sie.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill sprach von einem bisher nicht gekannten "Ausmaß der Eskalation der Gewalt" gegen die Einsatzkräfte. Die Menge habe bejubelt, wenn Polizeibeamte von Flaschen getroffen wurden.

In den sozialen Medien fordern Rechtspopulistinnen wie Alice Weidel ein härteres Durchgreifen - und teilen Videos der Ausschreitungen.

Andere fragen nach dem Zusammenhang der Gewalt mit den rechtsextremen Drohungen aus einer Frankfurter Polizeiwache, die weiterhin nicht wirklich aufgeklärt sind. So soll es unter Beamten der Main-Metropole eine Chat-Gruppe gegeben haben, in der rassistische Inhalte geteilt wurden.

Die Krawalle von Frankfurt erinnern an die Ausschreitungen in Stuttgart vom 21. Juni. Dort wurden von vorwiegend jungen Leuten auch Schaufenster eingeschlagen und Geschäfte geplündert.