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Gewalt in Stuttgart: Politik fordert harte Strafen

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Demoliertes Polizeiauto in Stuttgart
Demoliertes Polizeiauto in Stuttgart   -   Copyright  THOMAS KIENZLE/AFP or licensors
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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Krawalle in Stuttgart scharf verurteilt. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte, seien die Szenen "abscheulich" gewesen und mit nichts zu rechtfertigen.

Innenminister Horst Seehofer fordert harte Strafen für die Täter:

Ich hoffe jetzt, dass die Täter vollständig ermittelt werden, dass sie einer raschen und harten Verurteilung durch die Justiz zugeführt werden. Und dass wir als Demokraten zusammenstehen und der Polizei eines deutlich machen. Wir Politiker stehen hinter unserer Polizei.
Horst Seehofer
Deutscher Innenminister

Sieben Haftbefehle beantragt

Am Montag wurden sieben mutmaßliche Randalierer dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen wurde u.a. Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Zuvor war bereits ein weiterer Haftbefehl erlassen und einer gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden.

Ein 16-Jähriger muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten, weil er nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine am Boden liegende Person gezielt gegen den Kopf getreten haben soll. Er habe dabei den möglichen Tod des Studenten zumindest billigend in Kauf genommen, hieß es.

Die Menschen in Stuttgart zeigen sich vom Ausmaß der Gewalt entsetzt:

  • "Ich war erstmal schockiert, dass es überhaupt so weit kommen kann und meine zweite Reaktion war Wut."
  • "Das ist nicht normal, das ist einfach nur traurig, man ist halt sprachlos, mit den ganzen Videos die man sprechen gesehen hat."

Alkoholverbot als Folge?

In der Stuttgarter Innenstadt hatten Randalierer in der Nacht zu Sonntag Schaufenster zerstört und Geschäfte geplündert. Auslöser für die Auseinandersetzungen soll die Drogenkontrolle bei einem 17-Jährigen gewesen sein. Nach Angaben der Polizei waren 400 bis 500 Menschen an der Randale beteiligt.

Im Stuttgarter Rathaus wird nun über die Folgen für den Handel und den Ruf der Stadt beraten. Die Deutsche Polizeigewerkschaft brachte ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und eine Sperrstunde für Teile der City ins Spiel.