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António Guterres: "Wir brauchen ein Billionen-Dollar-Paket"

UN-Generalsekretär António Guterres im Euronews-Interview
UN-Generalsekretär António Guterres im Euronews-Interview
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Die Corona-Pandemie hat die Ungleichheit zwischen reichen und armen Ländern noch vergrößert. Die Vereinten Nationen haben wohlhabende Staaten aufgefordert, 10,3 Milliarden Dollar zur Unterstützung ärmerer Länder bereitzustellen - versprochen wurden bisher nur 1,7 Milliarden.

Im Euronews-Interview betonte UN-Generalsekretär António Guterres, wie wichtig die Hilfe reicher Nationen ist.

Um die dramatischen wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie und generell das Virus weltweit zu bekämpfen, müssten wir ein Billionen Dollar schweres Paket schnüren, also mehr als zehn Prozent der Weltwirtschaft. Reiche Länder, wie die USA oder in Europa investieren zwar diese Billionen, doch die Entwicklungsländer werden nicht finanziell unterstützt, damit sie Ähnliches schaffen.
António Guterres
UN-Generalsekretär

Guterres warnte davor, in Krisen-Zeiten zu egoistisch zu agieren. Die Welt müsse wieder zurückfinden zu einem gemeinsamen Handeln.

Die mit Abstand schlimmsten Situationen, die es auf der Welt gibt, spielen sich genau dort ab, wo populistische Regierungen überhaupt nicht in der Lage sind, auf die Pandemie effektiv zu reagieren.
Ich hoffe, wenn das Virus wieder zurückgeht, dass die Menschen wieder ein Gefühl für Einheit und für Solidarität bekommen. Für eine internationale Zusammenarbeit eine Weltgemeinschaft, die stärker ist als jetzt.
António Guterres
UN-Generalsekretär

Die internationale Ordnung müsse erneuert werden, so der UN-Generalsekretär. Es brauche ein "neues globales Abkommen", damit Macht, Reichtum und Chancen gerechter auf der Welt verteilt werden können.