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UN feiern 75. Jahrestag virtuell: "Neuen Kalten Krieg vermeiden"

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UN feiern 75. Jahrestag virtuell: "Neuen Kalten Krieg vermeiden"
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Mit einem Pandemie-gerechten Festakt haben die Vereinten Nationen in New York den 75. Jahrestag ihrer Gründung begangen.

Unter Einhaltung der Hygieneregeln durfte im großen UN-Saal nur ein Vertreter aus jedem der 193 Mitgliedsstaaten Platz nehmen.

Un-Generalsekretär António Guterres mahnte in seiner Rede die beiden Weltmächte USA und China: "Wir müssen alles tun, um einen neuen Kalten Krieg zu vermeiden. Wir bewegen uns in eine sehr gefährliche Richtung. Unsere Welt kann sich keine Zukunft leisten, in der die beiden größten Volkswirtschaften den Globus durch einen großen Riss spalten - jede mit ihren eigenen Handels- und Finanzregeln und eigenen Kapazitäten für Internet und künstliche Intelligenz."

Guterres wandte sich in seiner Rede auch gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen, vor allem während der Pandemie:

Die Staats- und Regierungschefs beteiligten sich mit aufgezeichneten Videobotschaften an dem Festakt. US-Präsident Donald Trump verwies auf die außenpolitischen Vermittlungserfolge der USA in jüngster Zeit und erneuerte seine Kritik an China.

Die Regierung in Peking habe nicht rechtzeitig vor dem Coronavirus gewarnt: "Wir müssen die Nation, die diese Seuche auf die Welt losgelassen hat, China, zur Rechenschaft ziehen. Die chinesische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation, die praktisch von China kontrolliert wird, haben fälschlicherweise erklärt, es gebe keine Beweise für eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Später erklärten sie fälschlicherweise, Menschen ohne Symptome würden die Krankheit nicht verbreiten."

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Rede die Bedeutung von Einigkeit und Reformbereitschaft innerhalb der UN. Zu oft sei der UN-Sicherheitsrat blockiert, wenn es auf klare Entscheidungen ankomme. Man brauche Reformen.