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Corona in Westbalkan-Staaten: Österreichs Militär verstärkt Grenzkontrollen

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Corona in Westbalkan-Staaten: Österreichs Militär verstärkt Grenzkontrollen
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Angesichts steigender Corona-Infektionen auf dem Westbalkan verstärkt Österreich nun die Grenzkontrollen, mithilfe des Militärs.

Wer aus Slowenien einreist, muss rund um die Uhr mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen, wie etwa am Grenzübergang Karawankentunnel in Kärnten.

Soldaten und Polizisten untersuchen Ladeflächen und überprüfen, „ob ein gültiger Corona-Test vorhanden ist, ob die Person in Heimquarantäne muss, ob die Person rein eine Durchreise durch Österreich macht zum Beispiel“, sagt Oberstleutnant Thomas Enenkel vom Bundesheer. „Der Grund für diese Wiedererstärkung der Grenzkontrollen ist einfach die Zunahme der Fälle in den Westbalkanländern und letztendlich auch die Zunahme der Fälle auch in Österreich.“

Regierung warnt vor billigen Balkan-Tests

Besonders kontrolliert werden Fahrzeuge mit Kfz-Kennzeichen aus Hotspot-Ländern wie Bosnien oder Serbien. Zudem müssen bei Reisebussen sämtliche Insassen für die Überprüfung aussteigen.

Spezielle Schulungen bereiten die Soldaten auf den Grenzeinsatz vor. Denn nicht jedes negative Testresultat wird in Österreich akzeptiert. So warnt die Regierung etwa vor billigen Balkan-Tests, die mitteleuropäischen Standards nicht genügen würden.

Landeverbote für 18 Risiko-Staaten

Zusätzlich zu den Grenzkontrollen hat Österreich Landeverbote für alle Westbalkanstaaten erlassen. Flüge aus Belgrad, Sarajevo, oder auch Bukarest wurden gestrichen. Während die Landeverbote vorerst nur bis Ende Juli gelten, könnten die Grenzkontrollen demnächst auf Italien ausgeweitet werden.

In Österreich gibt es zurzeit nur einzelne kontrollierbare Corona-Cluster. Damit das so bleibt, versucht sich das Land vom Westbalkan abzuschirmen. Ob dies mit Landeverboten und stichprobenartigen Grenzkontrollen gelingt, wird sich zeigen.