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Kein Anfangsverdacht: Verfahren gegen Amthor eingestellt

Philipp Amthor (Archiv, AFP)
Philipp Amthor (Archiv, AFP)   -   Copyright  Odd Andersen / AFP
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Er galt als politischer Shootingstar der CDU, war jedoch im Zuge von Lobby-Vorwürfen ins Straucheln gekommen, nun gibt es zumindest auf juristischer Ebene Entwarnung. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat ein Verfahren gegen Philipp Amthor eingestellt.

Das gab die Behörde am Mittwochnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt. Die Strafanzeige war wegen Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern gestellt woden.

Es gebe jedoch keinen Anfangsverdacht strafbaren Verhaltens im Zusammenhang mit dem politischen Engagement des Politikers für ein New Yorker Start-up-Unternehmen, hieß es in einer Mitteilung. Das Verfahren sei deshalb ohne die Aufnahme von Ermittlungen eingestellt worden.

Ob es sich um die Anzeige von Satiriker und EU-Parlamentarier Nico Semsrott (Die Partei) handelte, blieb offen. Semsrott hatte die Anzeige u.a. auf Twitter angekündigt.

Amthor war wegen seiner Nebentätigkeit und Lobbyarbeit für das US-amerikanische IT-Unternehmen Augustus Intelligence massiv in die Kritik geraten. Wie "Der Spiegel* berichtet, hatte Amthor 2018 den Wirtschaftsminister Peter Altmaier um politische Unterstützung für ein New Yorker Start-up gebeten.

Der 27-Jährige bezeichnete diese Tätigkeit inzwischen als Fehler und hat die Zusammenarbeit nach eigenen Angaben beendet. Die ihm eingeräumten Aktienoptionen habe er zurückgegeben. Wegen der Vorwürfe hatte er zudem seine Ambitionen auf den CDU-Landesvorsitz in Mecklenburg-Vorpommern aufgegeben.