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Festnahmen in Moskau - Proteste gegen anhaltendes Versammlungsverbot

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Festnahmen in Moskau - Proteste gegen anhaltendes Versammlungsverbot
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In Moskau sind am Wochenende nach Angaben des Bürgerrechtsportals OVD-Info etwa 26 Personen festgenommen worden. Sie gehörten zu rund 50 Aktivisten, die vor dem Gebäude der russischen Staatsanwaltschaft ein Ende des anhaltenden Versammlungsverbots forderten und eine Petition einreichten.

Moskau hat die meisten seiner ursprünglichen Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben, Versammlungen im Freien sind jedoch nach wie vor verboten.

Der Bürgermeister Moskaus, Sergej Sobjanin, hatte in den Sozialen Netzwerken erklärt, dass das Verbot vorerst in Kraft bleibe, weil es unmöglich sei, soziale Distanzierung bei großen Menschenmengen sicherzustellen.

Andrey Seleznyov, Aktivist der „Bewegung für den neuen Sozialismus“: "Die Leute sind hier um ihre Forderung bei der Staatsanwaltschaft einzureichen. Mit welcher Begründung sind Versammlungen verboten? Gesellschaftliche Veranstaltungen wie Abschlussfeiern finden statt und Millionen Menschen fahren U-Bahn. Warum können sich die Menschen nicht versammeln und ihre Meinung äußern?

Solidarisierung mit inhaftiertem Kritiker Nikolaj Platoschkin

Ebenfalls im Moskauer Zentrum protestierten mehr als 100 Menschen zur Unterstützung des ehemaligen Diplomaten und Kritikers Nikolaj Platoschkin.

Der Anführer der „Bewegung für den neuen Sozialismus“ steht unter Hausarrest. Er wird des „Aufrufs zu Massenunruhen“ sowie der „Verbreitung von Falschinformationen“ angeklagt.

Die Polizei verhaftete Dutzende Demonstranten, die T-Shirts mit dem Konterfei Platoschkins trugen.