Eilmeldung
This content is not available in your region

100. Salzburger Festspiele eröffnet - Domingo bekommt Ehrenpreis

euronews_icons_loading
Placido Domingo tritt am 6. August in Salzburg auf (Archivfoto)
Placido Domingo tritt am 6. August in Salzburg auf (Archivfoto)   -   Copyright  Laszlo Balogh/Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Wenn die Salzburger Festungsschützen (auch: Festungsprangerstutzenschützen) ihre Salven abfeuern, ist es wieder soweit. Unter besonderen Umständen feiert Salzburg die hundertste Ausgabe seiner Festspiele.

Sie wird im In- und Ausland mit Interesse verfolgt und zum Teil kritisch beäugt. Die zentrale Frage lautet: Können kulturelle Großveranstaltungen in Coronazeiten reibungslos vonstatten gehen? Oder droht ein Superspreader-Event?

Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, präsentierte bei aller Vorfreude einen eher düsteren Ausblick hinsichtlich der Finanzlage: "Traurig ist es natürlich, dass wir vor einem neuen Kartenrekord gestanden sind. 30 Millionen Euro Einnahmen. Und wenn wir jetzt sehr gut sind, können wir auf acht Millionen kommen. Dann sehen Sie, da sind 22 Milionen dazwischen. Und viele Jahre hält man sowas nicht durch."

Es gibt noch Karten

Statt wie gewohnt 240.000 Karten wurden zunächst nur ein Drittel da´von verkauft. Und Tickets sind immer noch erhältlich. Dabei sind viele Kulturfans höchst erfreut, dass es die Festspiele in Salzburg gibt.

Natürlich werden vor allem Hygiene- und Abstandsregeln großgeschrieben. Besucher dürfen ihre Gesichtsmasken nur auf den Sitzplätzen ablegen. Desinfektionsmittel stehen überall bereit. Alle Stücke werden ohne Pause gespielt und Buffets sind geschlossen.

Raum für Stars bleibt trotzdem. Placido Domingo feiert seinen ersten öffentlichen Auftritt nach überstandener Covid-19-Infektion. Am 6. August empfängt der 79-Jährige einen Preis für sein Lebenswerk.

Nach Angaben des österreichischen Gesundheitsministeriums hat sich die Coronalage in den vergangenen Tagen verschlechtert. Sie sei aber insgesamt unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen liegt zwischen 100 und 200 Fällen pro Tag.