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Explosion in Beirut: Wie ein Erdbeben der Stärke 3,5

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Explosion in Beirut
Explosion in Beirut   -   Copyright  Hassan Ammar/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Die Zahl der Todesopfer nach der schweren Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut steigt immer weiter an: Mindestens 100 Menschen starben und weitere 4.000 wurden verwundet. Die Schäden zogen sich kilometerweit, viele Straßen der Küstenstadt waren mit Trümmern und Scherben übersät.

Durch die Erschütterung zerbarsten Fenster, Trümmerteile schlugen Löcher in Wände. Blutende Menschen wanderten durch Schutt und Staub, einige Straßen waren voller Glasscherben. Große Teile des Hafens wurden vollständig zerstört. Beirut, in dessen Großraum schätzungsweise bis zu 2,4 Millionen Menschen leben, wurde zur "Katastrophen-Stadt" erklärt.

War Ammoniumnitrat der Auslöser?

Ausgelöst haben könnte die schwere Explosion eine sehr große Menge Ammoniumnitrat: Schätzungsweise 2750 Tonnen der gefährlichen Substanz seien jahrelang ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen von Beirut gelagert worden, sagte Ministerpräsident Hassan Diab dem Präsidialamt zufolge. Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gab es am Dienstag nicht.

Wie ein Erdbeben der Stärke 3,5

Die Druckwelle sei bis in die Vororte der Millionenstadt und im 200 Kilometer entfernten Zypern zu spüren gewesen. Dem Deutschen Geoforschungszentrum GFZ zufolge waren die Erschütterungen mit einem Erdbeben der Stärke 3,5 vergleichbar.

Die EU bot dem Libanon nach der schweren Explosion Beistand an und auch das Nachbarland Israel sagte humanitäre Hilfe zu.