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40 % weniger C02-Ausstoß - Thunberg kritisiert verfehlte Klimaziele

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40 % weniger C02-Ausstoß - Thunberg kritisiert verfehlte Klimaziele
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Es war das erste große Treffen zwischen jungen Klimaktivistinnen, darunter Greta Thunberg, und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. In Berlin forderten sie entschlossenes Handeln, um den Klimawandel zu verlangsamen. Auch Luisa Neubauer, deutsche Vertreterin von "Fridays for Future" war dabei.

Es gehe sehr viel langsamer voran als von den europäischen Regierungen versprochen, so die Belgierin Anuna de Wever, die ebenfalls an dem rund 90-minütigen Gespräch teilnahm:

"Wir haben über das Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten gesprochen und wir haben deutlich gemacht, dass es nicht in Ordnung ist, wenn Europa unterzeichnet. Denn das ginge gegen die Rechte der Menschen im Amazonasgebiet. Wir in Europa sind jetzt schon verantwortlich für die Zerstörung des Regenwalds. Ich habe mich gefreut zu hören, dass Angela Merkel das Abkommen in seiner jetzigen Form nicht ratifizieren will."

Klimaziele: Macht Merkel Druck auf die EU?

Steigende Temperaturen und Meeresspiegel, sintflutartige Regenfälle - Antje von Broock von der Organisation Friends of the Earth Germany sagt, es seit nun der ideale Zeitpunkt für Merkel, um Druck auf die EU auszuüben.:

"Eine Ankündigung, dass sie weitere Maßnahmen in Betracht zieht, ist wohl das einzige, was sie versprechen kann. Aber das ist ein gutes Zeichen und wir hoffen nun sehr, dass sie die EU-Ratspräsidentschaft nutzen wird, um höhere Klimaziele ins Auge zu fassen."

Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte zu dem Treffen in Berlin:

Deutschland verfehlt Klimaziel

Kritiker werfen Deutschland vor, die Klimaziele für 2020 verfehlt zu haben. Im vergangenen Jahr war ein Rückgang des Kohlendioxidausstoßes um 40 Prozent anvisiert worden. Das Umweltministerium hat nun mitgeteilt, dass die Ziele durch die Auswirkungen der Coronaviruspandemie doch noch erreicht werden könnten.